Teil 2 der Anleitung zur SE5a
Jochen baut eine SE5a in FullFuse-Technik. Und wir sind als Zaungast dabei :-)
Nach Teil 1 des Bauberichts zur R.A.F. SE5a geht es mit dem zweiten Teil der Bau-Anleitung von Jochen weiter:
Hallo, hier ist der 2. Teil des Eigenbau-Berichtes
So sieht jetzt die Balsabdeckung von oben aus. Hier wird dann das Servo aufgeklebt. Das Kabel, mit einer 5cm Schlaufe versehen findet im Bereich vor dem Holm seinen Platz.
Die Fläche jetzt mal von unten. Das Servo wird beim Finish mit einem Stück Bespannpapier i.V.m. Parkettlack abgedeckt, es bleibt lediglich ein Schlitz für das Servohorn.
Sicher gibt es weniger aufwendige Lösungen, mir ist die hier eingefallen und so habe ich sie halt gebaut. Man möge mir verzeihen.
Während die Fläche erstmal darniederliegt und trocknet, hab ich den Servoeinbau für den Rumpf vorbereitet. Dazu einfach ein Stück 6mm Depron genommen, in der Breite des Innenmaßes des Rumpfes geschnitten. Dort hinein 2 Ausschnitte für die verwendeten Servos. Zwei Reststreifen aus 0,8er Sperrholz unter die Laschen der Servos geklebt und die Servos später verschraubt. Am Ende der Platte einen Streifen hochkant gesetzt um die Bowdenzugröhrchen abzustützen. Die habe ich nämlich vorher schon eingeschoben. Jetzt wird diese Einheit einfach auf die Röhrchen aufgeschoben, ausgerichtet und verklebt. Wie und wohin zeige ich euch später.
In den nächsten Arbeitsgängen kommen wir mal zum Ende des Modells. Bildlich gesprochen. Vorbereitung des Leitwerks, Das Höhenleitwerk ist in zwei Hälfte geschnitten worden. Später erfolgt die Teilung aber nicht so wie gezeigt, in der Längsrichtung, sondern in der Querrichtung. Also so dass Dämpfüngsflosse ein Teil ist und die Ruderflächen mit einer Leiste verbunden werden.
Das ist hier auch geschehen, aber etwas umständlicher, aber es funktioniert ja. Ruderfläche und Dämpfungsflosse werden je mit einer Leiste im Scharnierbereich verstärkt. Zum einen hat das Ruderscharnier mehr Halt im Material, zum anderen wird ein Verwinden der Fläche weitesgehend vermieden. Ich habe hier mit PU-Leim eine Kiefernleiste und eine Balsaleiste aus dem Fundus aufgeklebt. Beachte aber hierbei, dass die Depronflächen um das entsprechende Maß der Leiste gekürzt werden muss. Anschließend die Klebekante schön verschleifen und Schlitze für die Vliesscharniere einbringen.
In diesem Schritt wird der eingeschnittene Schlitz für das Höhenruder so angepasst, dass die Dämpfungsflosse saugend hineinpasst. Dabei sollte man schon darauf achten, dass die Flosse rechtwinkelig zum Seitenleitwerk eingeklebt wird. Bis zum Aushärten des PU-Leims fixiert man am besten mit ein paar Stecknadeln. Im gleichen Bauabschnitt verstärkt man die unter Heckflosse, die später auch den Hecksporn trägt, mit einem 0,6mm Sperrholzstreifen Hier nun die eingeklebte Dämpfungsflosse des Höhenleitwerks. Anschließend wird noch das Seitenleitwerk fertigestellt.
Und noch mal ein Bild vom fertigen Leitwerk. Die Ruder sind allerdingas noch nicht verklebt, das erfolgt später. Zwischenzeitlich habe ich 2mm ABS-Röhrchen für die Anlenkung der Ruder eingezogen. Später, beim Einbau der Rumpfservos werden wir sie wiedersehen.
In einem vorhergehenden Abschnitt habe ich euch das Servobrett für die Rumpfservos schon gezeigt. Hier ist es jetzt im Rumpf eingeschoben und der angeklebte Winkel stützt die Bowdenzugröhrchen zusätzlich ab. Hier zeige ich mal die Flächenverbinder aus Sperrholz. Oben sind die 4 Holmverbinder und unten liegen die Verbinder, die am Ende des Flächenausschnitts in der Mitte ihren Platz finden. Des weiteren liegt da noch der Motorträger. Dieser wird einfach von vorne auf den Rumpf geklebt und mit Buchenrundstäben verdübelt.
Wie´s dann aussehen wird, später......
Wie groß sie wird! Hier habe ich mal den Rumpf auf eine Rohbaufläche gelegt, einfach mal um die Proportionen zu sehen.
Bevor die Flächenhälften mit den kleinen Verbindern zusammengeklebt werden, habe ich die Servos eingesetzt, aber noch nicht verklebt. Dann die Servokabel verlängert. Ich nehme keine fertig konfektionierten Verlängerungen, ist mir zu teuer. Entweder ich kappe das Servokabel und löte anschließend ein passendes Stück Servokabel ein, oder ich nehme ein fertiges Anschlusskabel, entferne vom Servo die Steckerhülle und löte das neue Kabel einfach in die einzelnen Stecker.
Die Flächenhälften werden nun mit den Verbindern und der entsprechenden V-Form miteinander verklebtt. Ich verwende auch hier wieder PU-Leim. Bis zum Aushärten nicht vergessen die V-Form durch Unterlegen von Klötzchen zu unterstüzen. Nach dem Aushärten wird die Klebstelle etwas gesäubert und zur Füllung mit Balsastückchen aufgefüttert. In Flächenkontur verschleifen. Diese Auffüllung dient später als Widerlager für Flächenbefestigung und -verschraubung.
Was wir noch machen, bevor wir die Fläche mit der Oberschale verschliessen, wir stechen mit dem spitzen Skalpell den Verlauf der Querruderklappe auf die Unterseite durch.
Die Fläche wird geschlossen. Das geschieht Hälfte für Hälfte. Die Oberschale aus 3mm Depron wird über eine Rundung auf ganzer Länge vorgewölbt. Am besten eignet sich Küchenarbeitsplatte. Die offene Seite der Fläche wird mit Kleber eingestrichen, jede Auflagefläche, bei PU-Leim bleibt da genug Zeit. Dann drauflegen, andrücken und ausrichten. Damit es nicht verrutscht mit ein paar Stecknadel fixieren. Mit viel Gewicht auf die Fläche verteilt beschweren und warten und warten. So sieht´s dann mit viel Gewichten aus. Natürlich ginge das auch mit Uhu-Por zu machen, aber wenn drauf, dann drauf und nix ist mit Korrigieren. Deswegen lieber einen langsamen Kleber.
Jetzt gibt es erstmal eine Reihe Bilder vom stufenweisen Aufbau der Fläche. In diesem Bild ist jetzt eine Hälfte verschlossen, an Nasen- und Endleiste sind grob die Überstände abgeschnitten. Beim Zukleben dürfen wir nicht vergessen, das Servokabel herauszuführen. Dort wo das Servo sitzt lässt man vor dem Zukleben eine Kabelschlaufe von mind. 6cm liegen. Grund: falls das Servo mal defekt ist, holt man es aus der Fläche und hat ein paar Zentimeter Spielraum um das Kabel am Servo abzuschneiden und ein neues Servo anzulöten. Nasen- und Endleiste werden jetzt erstmal schon gerade geschliffen. Die Nasenleiste wird noch nicht verrundet. Das kommt erst, wenn die Randbögen verklebt sind.
Nun ist der Randbogen dran. Mit Hilfe eines Heissluftgebläses oder dem Lockenstabgebläse der holden Weiblichkeit , blasen wir der Fläche einen. Aber vorher am Reststück 3mm Depron ausprobieren, Abstand, Temperatur, usw. Das muss man ausprobieren, da jedes Gebläse andere Temperaturen entwickelt. Durch immerwährends drüberblasen mit Wärme und runterdrücken des Überstandes formen wir den Randbogen. Den Überstand lassen wir noch dran. Anschließend wird Kleber zwischen Ober- und Unterschale gegeben und mit Klemmen bis zum Erhärten fixiert. Bei Depron niemals Irgendwelche Klammern o.ä. direkt aufs Depron, macht die schönsten Löcher und ihr dürft wieder spachteln. Also Balsaholz oder Depronstreifen unterlegen. So siehts dann aus, wenn noch nicht verschliffen ist.
Die nun völlig verschlossene Flächen sieht unverschliffen, wie im Bild gezeigt, aus. Grobe Überstände werden mit dem Skalpell entfernt, den Rest macht der Schleifklotz. Wenn dann alles verschliffen ist, siehts so fein aus. Nächste Arbeit: herraustrennen der Querruder. So sieht das jetzt aus, wenn die Umrisse des Querruders wie vorhin beschrieben, sorgsam mit dem spitzen Skalpell vorgestochen sind. Jetzt wird die Ruderklappe verschliffen und anscharniert. Nächste Arbeit wird dann die Flächenbefestigung am Rumpf sein und Befestigungen für die Flächenstiele.
Die Flächenaufnahme der unteren Fläche ist vorbereitet. Anhand des Querschnittes der noch nicht verklebten Flächenhälfte hatte ich mir den Rumpfausschnitt angezeichnet. Mit dem scharfen Skalpell vorsichtig ausgeschnitten und mit Vorsicht passend beigeschliffen. Die untere Fläche erhält ihre Befestigung für die Flächenstiele. Erst habe ich mir aus 1mm Sperrholz vier Laschen geschnitten. Auf der Oberseite der Fläche wurden vier Schlitze eingeschnitten. Die Schlitze sollten direkt neben einer Rippe sein, damit sich die Laschen dort abstützen können. Verspannug kommt da später auch dran. Aus 0,6mm Sperrholz sind nun von oben Gegenlager aufgeklebt. Wie immer alles mit PU-Leim gemacht. Erst wollte ich ja die vordere Flächenbefestiguing mit Holzdübeln machen. Dann habe ich Netz eine ander Art der Befestigung gefunden und übernommen. Dazu habe ich 7 Formteile aus Depron und zwei aus 0,8er Sperrholz geschnitten. Mit PU-Leim verklent und anschließend in Form geschliffen. Dieser Block hakt sich jetzt vorn im Rumpf ein. Hinten kommt dann die klassische 3mm Nylonschraube zum Einsatz.
Machen wir weiter mit der unteren Flächenbefestigung. Aus einem Reststück 3mm Sperrholz wird der Rumpfriegel gesägt. Zuvor werden die inneren 6mm Depronplatten entsprechend geschlitzt. In einem Arbeitsgang wird nun die Servoplatte und der Riegel mit Belizell eingeklebt. Der Riegel wird später gebohrt, wenn die Fläche endgültig angepasst wird. Die Fläche wird nun mit 2mm dort vorgbohrt wi der Riegel sitzt. Mit einer Spitze wird die Position auf den Riegel übertragen und anschließend mit 2,5mm gebohrt, um 3mm Gewinde ins Holz zu schneiden. Die Fläche wird mit 3mm aufgebohrt. Jetzt kann die Fläche ordentlich befestigt werden. Gegebenfall muss der Flächenausschnitt noch etwas nachgearbeitet werden. Aus Sperrholzstreifen 10mm breit und je 2 Streifen aus 1,5mm stellen wir jetzt die Lagerungen für die Fahrwerksbügel aus 1,5mm Stahldraht her, hinter der Fläche etwa 8mm hoch,etwa 10mm vor dem Flächenausschnitt eine Höhe von 6mm. Dazu sägt man vorne mit der Feinstrichsäge entsprechend tief ein. Mit dem Cutter wird vorgearbeitet, mit der Schleiflatte wird die Feinarbeit erledigt. Aufgrund der erforderlichen Festigkeit, werden die beiden Teile mit Epoxy eingeklebt. Das hinter Loch im Rumpf wird später mit einem Depronstück verschlossen.
Bleiben wir noch beim Fahrwerk. Im Originalen ist es sehr aufwendig gestaltet durch die Achsfederung. Soviel Aufwand wollte ich allerdings nicht treiben. Also erst einmal untere Fläche montiert und den Vogel aufgestellt. Anhand meiner 3-Seiten-Zeichnung den ungefähren Achsabstand zum Rumpf austariert. Ich hatte ein paar 60mm Slowfly-Räder zur Verfügung, die von der Größe her ganz ordentlich passen. Anhand Rumpfbreite und Abstand der Achse wird jetzt eine Skizze gezeichnet, nach der der vordere Fahrwerksbügel gebogen wird. Danach wird der hinter gebogen. Es sollte eigentlich 1,5mm Stahldraht ausreichen. Die beiden Bügel werden nun in den Lagerungen mit einem Klebebandstreifen fixiert. Aus 2mm Stahldraht wird die Achse geschnitten. Mittels Stellringen wird die ganze Mimik jetzt zusammengefügt und auf dem auf dem Kopf liegenden Rumpf verlötet. Unbedingt mit dicker Pappe den Rumpf schützen. Für Stahldrahtverlötungen reicht normales Lötfett nicht aus. Ich nehme hier aus dem Sanitär-/Heizungsbau ein Flußmittel. Das ist so aggressiv, dass ohne Probleme Stahldraht mit normalem Radiolot und Lötkolben gelötet werden kann. Mit dem Dremel werden jetzt die enden auf gleiches Maß gebracht, die Lötstellen verputzt und entfettet. In der Kruschelkiste habe ich noch ein Stückchen Vierkantmessingrohr gefunden. Zwei 4mm Ringen abgeschnitten und als Sicherung über die Lötstellen gschoben. In diesem Zustand kann das Fahrwerk natürlich keinerlei Federungsaufgaben erfüllen. Alls Landestöße, falls die Kiste überhaupt fliegt, gehen voll auf den Rumpf.
Deshalb wird später noch ein Federung realisiert. Es lassen sich zwei Arten realisieren, welche davon zum Einsatz kommt, kann ich jetzt noch nicht sagen. Da muss ich nochmal in mich gehen.
Zum Abschluss noch ein Bild des Modells, hier schon mit der fast fertigen oberen Fläche und deren Aufnahme. Doch dazu mehr in den nächsten Posts.
Das war´s für diesmal, bis demnächst im zweiten Teil, Jochen