Teil 3 des Bauberichts zur SE5a in FullFuse-Technik...
Jochen hat einen mehrteiligen Baubericht zur SE5a in der Mache. Der erste Teil startete hier. Nun also munter weiter im Bau.
Hallo, auf geht´s zum Teil 3 des Bau-Berichtes zur RAF SE5a in FullFuse Bauweise. Ich hoffe, meine Anleitung hat euch bis jetzt eingermaßen gefallen.
Vom fast fertigen Fahrwerk erstmal zur oberen Fläche und deren Befestigung. Grundsätzlich wird die obere Fläche analog der unteren aufgebaut. Die vorgeschnittenen Teile sind ja identisch. Also auch wieder der kleine Kiefernholm, die Depronspanten und die Verbinder. Änderungen sind im Bereich der Befestigung und der Flächenstiele. Die Fläche wird mit zwei Schrauben auf einem Ankerbrett in der oberen Flächenhalterung festgeschraubt. Zu sehen dann später. Zuerst werden die beiden Hälften ohne obere Beplankung mit den Verbindern verklebt. Anschließend werden Balsaklötzchen auf der unteren Platte aufgeklebt. Diese dienen als Widerlager für die Befestigungsschrauben. Gebohrt wird später.
Nächste Arbeit ist das Aufkleben der oberen Beplankung. Hälfte für Hälfte. Wenn möglich hier mit PU-Leim kleben, da man Zeit zum Ausrichten und Beschweren braucht. Richtmaß ist der Flächenausschnitt an der Wurzel. Wenn die oberen Beplankungen getrocknet sind, wird ein Randbogen nach dem anderen in Form gefönt. In den vorhandenen Schlitz dann Kleber einbringen und mit Klammern, o.ä. und Holzreste zum Schutz des Deprons pressen. Nach dem Trocknen wird die Fläche vollständig verschlieffen.Die Querruder werden genau wie bei der untere Fläche ausgeschnitten. Ebenfalls auf die gleiche Art erfolgt die Befestigung der Flächenstiele. Während die Fläche trocknet, kümmern wir uns um deren Befestigung. Zuerst werden Längsriegel an die Baldachinstreben geklebt. Hierfür wir die untere Fläche montiert, da wir uns an dieser orientieren. Der Flächenabstand zueinander ist durch die Zeichnung vorgegeben, jetzt kommt es nur auf den Winkel (EWD) an. Ich habe versucht die obere Fläche mit 0 Grad anzustellen. Genaueres muss man später erfliegen. Durch unterlegen von kleinen Streifen kann man da noch etwas variieren. Sägen wir nun die Halteplatte. Bei meiner Version handelt es sich um einen Rest einer 5mm Sperrholzplatte, großzügig zur Gewichtserleichterung ausgespart. Anschließend wird das Teil ind den Flächenträger eingeklebt. Hierfür nehme ich normalen Seku und an den Ecken ein wenig 5Min-Epoxy. Weiter geht´s dann mit Verbohren der Fläche.
Im nächsten Schritt beim Bau der SE5a habe ich mich mit Kleinigkeiten an der SE5a beschäftigt. Zum einen habe ich die Federung des Fahrwerks realisiert. Ich habe die einfach Methode gewählt, aus 2mm Stahldraht die Achswelle geschnitten, vorher zwei Stückchen Silikonschlauch übers Fahrwerk geschoben und dann den Achsdraht einfach durch. Der Draht wird durch das Fahrwerk-"V" unten geführt. Die Federhärte stimmt man durch verschiedene Breite des Schlauches ab. In Seitenrichtung wird es später durch entsprechende Stellringe fixiert. Eine Verkleidung erfolgt auch noch, ich möchte das Drahtfahrwerk so nicht stehen lassen. Auf den Bildern seht ihr den jeweiligen Federungszustand, sowie die Befestigung des Fahrwerks am Rumpf. Es ist die klassische Methode, die schon immer Anwendung bei Kastenrümpfen Anwendung fand. Nicht schön, aber zweckmässig. Vielleicht werde ich beim Parkettieren, den Bereich mit zu machen, dann ist der Bereich auch nicht mehr so auffällig. Zum Schluss habe ich noch den Motorspant mit 30Min-Epoxy aufgeharzt. Zusätzlich wird er dann noch "verdübelt".
Bleiben wir noch beim Fahrwerk, die Drähte werden verkleidet. Das Ganze ist dem Original angelehnt. Die Verkleidungen bestehen aus 2mm und 1,5mm Balsaholz, das "Achsdreieck" ist aus Resten 0,8mm Sperrholz. Die Dreicke und die länglichen Teile sind miteinander verklebt. Die länglichen Teile bestehen aus je 3 Streifen Balsaholz und sind so miteinander verklebt, dass in der Mitte ein Spalt von 1,5mm für den Fahrwerksdraht bleibt. Die ganze Mimik wir dann mit den Fahrwerksdrähten verklebt. Ich habe dazu 30Min-Epoxy genommen, das härtet etwas elastischer aus, als die 5Min-Variante. Die Kanten der Leisten sind rund geschliffen. Die Holzteile werden zum Schluss noch mit verdünnter Farbe gestrichen.
Im nächsten Schritt habe ich begonnen alle Teile zu parkettieren. Vorher habe ich noch an dem oberen Flügel die Aufnahmen für die Flächenstiele eingeklebt. Mit Belizell werden je Seite zwei Plättchen in die Fläche geklebt. Darüber kommt dann ein geschlitztes Sperrholzbrettchen. Beim Parkettieren bin ich Stück für Stück vorgegangen. Zuerst habe ich Übergange belegt, dann die Leitwerke, Rumpfrücken, Seiten und abschließend die Flächen. Immer in kleinen Stücken, damit so ein wenig der Eindruck ensteht, dass das Flugzeug aus einzelnen Blechen/bespannten Teilen besteht.
Ein erster Anstrich mit Tamiya-Acrylics ist auch schon erfolgt. Ich möchte versuchen Kokarden, Zeichen, usw. aufzumalen.
Hier habe ich jetzt schon mal den Pinsel geschwungen. Verwendet habe ich Tamiya-Acrylics, die ich noch im Fundus hatte. Die Töpfchen "hull-red" und "sand-brown" werden allerdings nicht reichen, da nur noch Reste drin waren. Die Cockpitumrandung ist zusammengemischt, für die Holzteile so wie die Heckfinne unten, im Original aus Holz muss ich mir noch was passendes zurechtmischen. Kokarden und Seitenruder sind mit Zirkel und Lineal angezeichnet und dann ausgemalt. Später kommt dann noch ein Rumpfband vor dem Leitwerk sowie eine Kontrastabgrenzung zwischen rot und braun. Angelehnt ist das Modell an die abgebildete Maschine. Zum Schluß wird noch ein wenig Graphitpulver mit dem Finger aufgerieben, das sieht dann so richtig schön verranzt aus....
Hier endet Teil 3, aber es geht weiter, mit Teil 4!
Grüße
Jochen