Frohes Neues Jahr!
wünschen wir! Den Artikel-Auftakt in 2012 macht Jochen. Ist doch Ehrensache :-)
Hallo zusammen, nach dem dritten Teil zeige ich euch heute den 4. Teil dieses Projektes.
Der Motorspant, gesägt aus 4mm Sperrholz. Angepasst an die Bohrungen des Mystery-Motors. Der flog noch in der Grabbelkiste rum. Der gleiche tut seit 2 Jahren in einer LM-Corsair seinen Dienst. Auf der Rückseite ist ein 3mm Keil angeklebt. Wird der Spant so an den Rumpfkopf geschraubt, entsteht automatisch Sturz und Zug. Sollte es jetzt zuviel des Guten sein, einfach durch Abschleifen dann anpassen. Der Rumpfkopf wird ja dann auch noch rot angemalt.
Beginnen werde ich mit der 9x4 Holzluftschraube. Gegebenfalls ein Wechsel auf eine APC-Sowfly. Man wird sehen.
In gaaaanz kleinen Schritten geht´s vorwärts mit Motorbefestigung usw. Zuerst wird der Kopfspant noch mit dem Depron verdübelt. Dazu werden die Löcher aufgebohrt, Epoxy eingefüllt und die vorbereiteten Stücke aus Buchenrundstab eingdrückt. Nach dem Aushärten wird der Kopfspant glattgeschliffen. Jetzt wird der Motor an den Träger geschraubt und zum erstenmal am Kopfspant angeschraubt. Nun wieder abschrauben und den Träger mit rot anmalen, genauso swie den gesamtem Kopfspant. In der Zwischenzeit schneide ich mir aus einem alten Lautsprechergitter zwei kleine Rechtecke für die Kühleröffnungen im Kopfspant. Diese Aussparungen werden jetzt mit schwarz ausgemalt und die Gitter werden silber gefärbt. Anschließend, wenn alle Farben trocken sind, ein paar Tropfen Epoxy in die Ecken der Aussparungen geben und die Gitter einkleben.
Den 9x4 Propeller habe ich etwas abgeschliffen, damit die Aufschriften nicht mehr zu sehen sind. Mit dem Zirkel habe mich mir eine parallele Linie gezogen und dann mit silber eine "Schlagkante" gemalt. Auf dem letzten Bild sieht man, dioe farbliche Nachbehandlung der Fahrwerksverkleidungen. Verdünnte Farbe aufgebrscht, eine Moment einziehen lassen und mit eionem trockenen Borstenpinsel drüberreiben. Dadurch bleibt die Holzmaserung etwas erhalten.
Und weiter geht´s mit den Anlenkungen von Höhen- und Seitenruder. Servohebel werden entsprechend angepasst. Zuerst 0,8er Stahldraht servoseitig zum "Z" abwinkeln und im Servohorn einhängen, ins Röhrchen schieben und aufs Servo drücken. Höhenruderfläche aufschieben und Position des Ruderhorns markieren. Die Position auspulen, das Gfk-Hörnchen mit dem Dremel anpassen. Nun die Vlies-Scharniere mit Kleber (in meinem Fall 30Min Epoxy) einstreichen und mit solch einer Konstruktion fixieren bis der Kleber ausgehärtet ist. Währenddessen natürlich auch noch das Gfk-Hörnchen ins Ruder kleben.
Das Seitenruder wird auf die gleiche Art befestigt, das Hörnchen eingearbeitet, usw. Nun werden sie Servos auf Neutralposition gestellt. Der o,8er Stahldraht wird genau auf Höhe des Loches im Ruderhorn abgewinkelt. Man lässt etwa 6-7mm stehen, den Rest zwickt man ab. Nun kann man den Draht ins Horn einhängen und sichert die Verbindung mit einem kleinen Stückchen 2mm Rohr, das man aufklebt.
Im Original hat die SE5a einen ziemlich aufwendigen, lenkbaren Hecksporn. Soweit wollte ich dann allerdings dann doch nicht gehen, aber irgendwas bewegliches musste doch da hinten ran. Mal sehen ob meine Konstruktion praxistauglich ist. In der Gruschelkiste habe ich noch ein Stückchen 2mm Messingrohr und 1,2mm Draht gefunden. Schnell war ein Stückchen Rohr an die untere Finne geklebt, der Draht wurde aber vorher eingeschoben und dementsprechend gebogen.
Der Sporn ist beweglich und sollte das Rollen am Boden erleichtern. Die Praxis wirds zeigen...
Die SE5a braucht ja auch ein paar Füsschen, sprich Räder. Es gibt ja im Netz genügend Anleitungen, wie man sich Speichenräder selber machen kann. Bei Parkflyerplastics in den USA gibt es auch tiefgezogene Kappen in verschieden Durchmessern. Ich denke aber, dass meine Methode bei dem Semi-semi-scale Modell ausreicht. Der Erkennungswert soll vorhanden sein, mehr Anspruch habe ich nicht. Also die größten schmalen Moosgummiräder besorgt, die ich finden konnte. Reifen runter gemacht, die Nabe auf 3mm aufgebohrt und die Felgenränder silbern angemalt. Nun mit dem Kreisschneider aus 3mm Depron vier gleiche Scheiben, die genau in die Felge passen, ausgeschnitten und deren mittiges Loch auf 8mm erweitert. Diese Scheiben habe ich nun mit roter Farbe angemalt und nach dem Trocknen mit Uhu-Por auf die Felge geklebt. Zwischenzeitlich habe ich aus zwei Stückchen 3mm Messingrohr Achshüldsen erstellt. Diese werden auf der Innenseite mit einem Stellring auf die 2mm Achse geklemmt. Davor habe ich je 2 Gummitüllen aus dem Servozubehör geschoben, dann folgt das fertige Rad und ganz außen dann noch der 2mm Stellring (hab aber im Moment keine im Fundus) Somit steht die SE5a jetzt auch auf ganz ansehnlichen Beinchen.... Die Abgrenzung zwischen rot/braun ist jetzt mit einem Farb-Edding nachgezogen, die Nase der SE5a ist mit Messing-Farbe umrandet, genauso wie die "Kühler".
Kümmern wir uns nun mal um Auspuff und Zylinderköpfe/-deckel. Beim Befüllen unseres Kopieres fielen mir die Verpackungen der Klammermagazine in die Hände. Ganz leichtes dünnes Abs. Das müsste doch zu gebrauchen sein, also eingepackt. Und siehe da, Größe und Form waren ok. Aus einem Reststück Abs-Rohr, ein paar 4mm Rundholzstückchen und noch Reste eines Alurohres entstand die SE5a typische Auspuffanlage.
Die Rohre erhielten im Abstand je 4 Bohrungen, wo 4 die Rundhölzchen eingeklebt wurden. Die Deckel erhielten bekamen die entsprechenden Ausfräsungen. Die Postionen am Rumpf wurden angezeichnet und die Deckel von innen mit Epoxy eingestrichen und aufgesetzt. Mit zwei gekürzten Stecknadeln wird die Position fixiert. Nun wird das fertige Auspuffrohr in die Ausfräsungen geschoben und an zwei Stellen mit Resten 3mm Depron unterlegt. Bis zum Aushärten des Klebers wird der Rumpf so abgelegt, dass der Kleber nicht irgendwo hin laufen kann. Da im Vorfeld da Abs-Rohr zu kurz war habe ich es mit Resten eines Alurohres verlängert. Das Kunststoffrohr kurz erwärmt und das Alurohr reingewürgt. An dieser "Schnittstelle" kommt später noch ein Halter hin, damit ist dann auch diese Stelle kaschiert. Die farbliche Behandlung erfolgt später.
Die gesamte Fläche und die ausgetrennten Ruderflächen ist mit Japanpapier und Parkettlack bezogen und anschließend übergeschliffen. Die britischen Roundels sind mit dem Zirkel vorgezeichnet und mit einem Flachpinsel ausgemalt. Anschließend ist die ganze Unterseite mit einem Sandton gstrichen. Nun zu den Ruderflächen, hier sind die Öffnungen für die Ruderhörner und die Mitnehmer für die oberen Querruder ausgearbeitet. Das Ruderhorn ist aus GFK, das auf der Oberseite eingeklebte Hörnchen ist ein abgeschnittenes Servohorn. Die beiden sachen sind mit Epoxy eingeklebt. Die Ruderflächen sind mit Sportlertape angeschlagen. Diese Tape klebt wie S.... und hat ja eine Gewebestruktur. Zuerst wird ein Streifen auf der Oberseite geklebt, dann das Ruder umschlagen und von unten noch zwei kleine Streifen dagegenkleben. Nun noch die Anlenkungen, diese sind wie schon mal von mir gezeigt, einfach abgewinkelte Stahldrahtstücke. Dünnerer Draht wird als Sicherung mit einem Stück drumgewickelter Kupferlitze angelötet. Nun einfach einhängen und die Sicherung drüberklipsen, fertig. Nun wird sie noch mit dem gleichen rotbraunen Farbton gestrichen, den auch der Rumpf hat. Um mal eine Vorstellung zu haben, ist die Fläche schon mal druntergeschraubt.
Bis hierhin ist es jetzt geschafft! Haltet ihr noch für einen 5. Teil durch?
Grüße Jochen