SE5a, der fünfte Teil
Jochens SE5a schreitet voran. Seht hier den 5. Teil...
Hallo zusammen!
Hier kommt der 5. Teil des Berichtes zur SE5a in FullFuse-Technik.
Und es geht mit der oberen Fläche und den Flächenstielen weiter. Zuerst wird die obere Fläche vorgebohrt, anschließend auf dem Baldachin aufgelegt und genau ausgerichtet. Mit einer Spitze wird durch die vorgebohrten Löcher die Halteplatte untendrunter markiert. Nun die Fläche runternehmen, die Löcher mit 3,2mm bohren und M4 Gewinde ins Holz schneiden, danach die Gewindebohrungen mit dünnflüssigem Seku härten und nochmals nachschneiden. Nun die Fläche aufbohren und mit M4 Nylonschrauben festschrauben.
Jetzt passen wir die Flächenstiele paarweise an, zuerst das vordere Paar. Da ich 10x2mm Kiefernleiste noch im Fundus hatte, wurden hier entsprechende Stücke abgelängt. Die SE5a soll ja zerlegbar sein, deshalb wird jede Strebe entweder einghängt oder mit M2 Schrauben verschraubt. Unterhalb der Befestigungsschrauben habe ich 1,5mm Löcher für die Verspannung aus Gummifaden gebohrt. Für die Verspannung, die ja auch lösbar sein muss, habe ich mir Haken aus Draht gebogen, an den Gummifaden geknotet, durch die Stiele gezogen und auf der Rückseite geknotet. Die Knoten werden mit einem winzigen Tropfen dünnem Seku gesichert. Im Baldachin werden 4 Ösen aus Draht zum Einhängen der Verspannung eingeklebt, dazu werden 1mm Löcher gebohrt und der Draht auf der Rückseite umgebogen. In den Rumpf an angezeichneter Stelle werden kleine Schlitze gemacht. In diese werden mit Epoxy Stücke von Ruderhörnern eingeklebt. Hier werden auch die Gummiverspannungen eingehängt.
Die hinteren Streben werden nur oben geschraubt, unten werden sie geschlitzt, ein Haken eingeharzt, mit Faden umwickelt und mit Seku gefestigt. Das ist der einzige Unterschied zu den vorderen Streben, ansonsten ist der Aufbau gleich.
Die restlichen Bilder zum Streben/Verspannungs-Aufbau. Am Leitwerk seht ihr schon die Verspannung des selbigen. Die Beschreibung folgt.....
Die Auspuffanlage und das Cockpit sind jetzt farblich ein wenig nachbehandelt.
Hier noch zwei Kleinigkeiten, die aber auch nur von optischer Natur sind. Zum einen ist das die Laufschiene des oberen MG´s und die Zieleinrichtung vorm Cockpit. Die Laufschiene ist aus Resten von o,8mm Sperrholz geschnitten. Dieses Sperrholz ist so dünn, dass es sich noch mit der Schere schneiden lässt. Die Größe der Schiene hab ich mit Pappschablonen angepasst. Dann noch zwei Klötzchen aus 5mm Balsa geschnitten und oben mit der Puk-Säge geschlitzt. Dann noch mit metall-ähnlicher Farbe behandeln und aufkleben.
Die "Zieloptik" besteht aus einem Stück Alurohr und 4 Stückchen Draht. In das Alurohr werden an beiden Ende je 2 nebeneinanderliegen Löcher gebohrt. dort hinein werden je 2 Drahtsückchen eingeklebt. die werden dann vorm Cockpit ins Depron gedrückt und nach dem Anmalen mit Epoxy festgeklebt.
Mit Kleinigkeiten geht´s weiter. Zieloptik, MG-Schiene sind angemalt und festgeklebt. Nebenbei habe ich noch ein kleine Windschutzscheibe gebaut. Einen Streifen Depron zurechtgeschliffen, oben geschlitzt, damit die Scheibe aus Klarsichtfolie eingeklebt werden kann. Anschließend angemalt und vor den Cockpitausschnitt geklebt.
Die oberen Querruder sind nun auch eingebaut und bemalt. Die Koppelung der Querruder ist nun auch fertig. Einfache Pastik-Clips werden mit 2mm aufgebohrt, Kohlestange mit gleichen Durchmesser in entsprechender Länge eingeklebt und dann noch einhängen.
Todo:
-Schwerpunkt ausrechnen und Modell noch vermessen, die EDW´s überprüfen. Nach erstem Eindruck musste ich feststellen, dass die obere Fläche negative EWD hat. Das muss noch korrigiert werden.
-Akkufach noch schnitzen, wenn Schwerpunkt errechnet.
Außerdem war ich mir der Positionierung des Akkufachs und des Schwerpunktes etwas unschlüssig. Aber mit Hilfe einiger Tips und einem Berechnungsprogramm, müsste das Schwerpunktproblem jetzt annähernd gelöst sein. Ursprünglich war ein 1000er 3S vorgesehen, aber aus Gewichtsgründen kommt jetzt ein 1500er 3S hinein. Das Gewicht ist vorne von Nöten. Im Bild ist die Antriebskombi vom bösen Chinesen. Nicht extra bestellt, war noch im mittlerweile geplündertem Fundus. Die Bilder zeigen meine Konstruktion zur Bestimmung von EWD und Abnahme von Maßen zur Berechnung des Schwerpunktes.
Diese Bilder zeigen den zukünftigen Akkuschacht. Das Fach wurde für den verwendeten 1500er Block etwas grösser ausgesägt. Die Holzplatte wird auf 3 Seiten mit Epoxi eingeharzt. Schließlich hängen da ca. 120g dran. Weiter gehts dann mit dem Deckel....
Der Akkuschacht ist jetzt endlich fertig geworden. Auf den Boden wurde eine Platte aus 0,8er Sperrholz gefertigt.
Der Verschlussdeckel wurde aus der Platte ausgeschnitten, etwas größer als die Öffnung im Depron. Vorne ist eine Zunge angeklebt, die unter die Platte greift.
Verstärkt ist der Deckel mit kleinen Kiefernleisten. Hinten ist ein einfacher Verschlussriegel angebracht. Die Schraube des Riegel ist durchgängig und auf der Rumpfinnenseite verharzt.
Die Akkuauflage ist rundherum eingeklebt und mit Klett beklebt. Ein Rütteltest zeigte keine Beanstandung. Sollte also für den Flugbetrieb ausreichen.
Bis demnächst, jetzt erfolgt nochmals ein abschließender Schwerpunkttest, dann wird der erste Rollout kommen......
Grüße Jochen