Schick, der EC 145!
Die preiswerte 500er Bulletmechanik soll zu einem EC 145 werden. Marco Burkhardt (ulc22) zeigt uns, wie das mit dem Rumpf von Smartmodel geht...
Dieser Bericht wurde erstellt von ulc22, allerbesten Dank hierfür 
Gebaut werden soll ein EC 145 von Smartmodel. Der Bausatz selbst machte auf mich einen guten Eindruck. Ich empfinde ihn als sehr sehr detailgetreu. Beiliegend ist ein Scale-Landegestell, der verlängerte Riemen, einige Scale-Anbauteile und einiges an Beschlägen. Die passende Mechanik, Bullet 500, wurde gleich mitbestellt, da dies eine unschlagbar günstige Kombination ist und perfekt zum Rumpf passt. Aussehen soll die EC 145 dann wie auf folgendem Bild 

Der Rumpf war schnell ausgepackt und es konnte losgehen. Es fehlte jedoch eine Bauanleitung - diese muß man sich denken
Diese Leistung war aber problemlos zu erbringen.
Der Spanntensatz für den Rumpf war schnell zusammen und mit etwas Epoxi fixiert. Die Teile passen sehr gut zusammen und sind ohne größere Nacharbeit einbaubar.
Rumpfzelle und Dom/Heckausleger müssen seperat aufgebaut und später zusammengefügt werden. Diese Verbindung kann entweder fest verklebt werden oder nur geschraubt. Ich habe mich für diese Variante entschieden: schrauben zum fixieren und kleben zum verbinden. Einige Spannten wurden von mir abgeändert und nach eigenem Ermessen eingebaut.
Im Bereich der Hecktüren erschien mir der Rumpf etwas instabil und ich entschied mich hier eine durchgehende Bodenplatte aus Balsa einzukleben und das Heck nach oben mit einem CFK Rohr abzustützen. Diese Maßnahme trägt entscheidend zu einem stabileren Heck im Bereich der Hecktüren bei.
Dann ging es weiter mit dem Landegestell(LG). Dies ist meiner Meinung nach etwas zu hoch und deutlich zu lang.
Um auf ein Landegestell zu kommen das dem Original nahe kommt, habe ich dieses in der Höhe um ca. 1 cm gekürzt und in der Länge für die späteren Schwimmer verlängert. Gebogen habe ich es dann so wie ich es brauchte mit einer kleinen Rohrbiegevorrichtung, die ich mir selber gebaut habe. Desweiteren wurde noch eine zusätzliche Trittkante montiert. In einem 2 mm GFK Flachmaterial habe ich seitlich Stifte angebracht die dann in eine kleine Nut im Landegestell geklebt wurden. Das Landegestell wurde in diesem Bereich vorher mit Bucheholz von innen verstärkt. Die Ablagen für die Schwimmer sind aus 1 mm GFK Platten geschnitten und am LG festgeschraubt.

Hier ein Bild vom Verkleben der beiden Rumpfhäften.

Danach war die Mechanik einzupassen. Die Umlenkmechanik habe ich vorerst mit kleinen Schrauben gesichert - nur zum fixieren. Für die Mechanik habe ich 4 Einschlagmuttern montiert, die dann eventuell durch Unterlegen von U-Scheiben noch etwas korrigiert werden kann. Soweit passt das alles sehr gut. Im Heckausleger selbst geht es sehr eng zu. Etwas Nervenstärke ist erforderlich. Hierbei sind etliche Teile ans Tageslicht gekommen, die nicht wirklich passen aber dazu später mehr.
Das Leitwerk wird einfach in den Heckausleger geklebt. Da mir eine stumpfe Verklebung immer etwas Magenschmerzen bereitet, habe ich vorher stirnseitig an den Leitwerken kleine Stifte eingebohrt und eingeklebt. Danach wurde das Leitwerk an die dafür vorgesehene Stelle gesetzt und von innen mit Glasfaserschnitzel getränktem Epoxi eingeklebt. Diese Kombi mit den Stiften hält Bombenfest.
Der Anbau der Scaleteile war etwas langwierig, da ich noch Kabelcuter herstellen musste. Auch die Ausschnitte der kleinen Lufteinlässe erfordert etwas Zeit. Die Naht zwischen oberem und unterem Rumpfteil wurde dann noch gespachtelt. Danach habe ich eigentlich den Rumpf schon grundierfertig gehabt. Um auch hier schon zu sehen, wo noch gespachtelt werden sollte, habe ich mal eine dünne Schicht Grundierung aufgetragen.
Ich muß sagen, mit etwas Farbe sieht das ganze schon sehr gut aus. Die Mechanik habe ich einfach mal zur Motivation hineingestellt und die Blätter montiert.


Die Mechanik macht einen sehr guten Eindruck! Verbaut wird eine voll Alu-Version der Mechanik. Lediglich das Heckrotorgehäuse ist aus Kunststoff. Was ich noch genauer unter die Lupe nehmen werde sind die Kugelpfannen - da habe ich bei günstigeren Helis immer meine Bedenken. Sogar die Gestänge sind mit einem Gewinde versehen. Diese habe ich auch schon nur angeraut gesehen. Die Mechanik macht also eine wirklich sehr gute Figur für den Preis.
Die hintere Abdekung für den Heckausleger ist nicht wirklich passgenau. Diese wurde etwas unsymetrisch gefertigt und steht beim Montieren extrem ab. Beim Andrücken an den Heckausleger bricht hier schon hörbar das Laminat an der Stoßkante. Ich werde die Abdeckung also etwas entspannen müssen, um hier ein brauchbares passendes Ergebnis zu erhalten.

Desweiteren ist wohl das größte Problem die Montage der Mechanik. Diese lässt sich nur mit demontiertem Hauptrotor und HRW in den Rumpf einschieben. Den Kopf später zu montieren ist zwar möglich aber sehr umständlich.
Vor allem das Hauptzahnrad an der HRW zu montieren - in eingebautem Zustand - ist extrem schwierig. Es ist eben alles sehr eng. Man kann natürlich auch eine Lösung anstreben, wie sie Kin im Prototyp gemacht hat (Bild unten). Mir persönlich gefällt diese Lösung nicht und deshalb werde ich mir was einfallen lassen, diesen Ausschnit zu umgehen. Falls sich später das Hauptzahnrad schlecht montieren lässt, werde ich das ganze eben doch als verschliesbaren Ausschnitt realisieren. Pech für diejenigen, die sich einen fertig lackierten Rumpf gekauft haben. Aber mal schauen...

Laut Prototyp von Smart wird auf der Frontscheibe der Holm zwischen den Scheiben nur auflackiert. Hier ist auch von Seiten des Rumpfes nichts anderes vorgesehen. Ich habe mir deshalb auf der Frontscheibe diesen Holm aus CFK abgeformt und diesen mit Gfk-Matten von innen an den Rumpf geklebt. Diese Maßnahme sieht deutlich besser aus und es muß auch nicht auf der Frontscheibe lackiert werden. Die Scheibe wird später dann entweder geschraubt oder mit Fenstergummi eingelegt. Das Gesamtbild gefällt mir durch diese Maßnahme deutlich besser.

Nun habe ich den vorderen Bereich des Doms öffnen müssen. Ein Einbau der Mechanik ist ohne eine Öffnung in diesem Bereich nicht möglich. Allein die hintere Taumelscheibenführung lässt sich später nicht mehr montieren ohne das man Löcher in die Seite bohren würde oder der gleichen. Eine Lösung für einen bereits lackierten Rumpf habe ich also nicht.

Nun habe ich die vorderen Türen sowie die Frachttüren eingepasst. Hierzu habe ich am Rumpf kleine Powermagnete eingebohrt und eingeklebt. Diese sollen die Türen später passend an den Rumpf ziehen, da die tiefgezogenen Türen teilweise stark verzogen sind. Auf die Innenseite der Türen habe ich kleine Blechstücke geklebt die dann passend auf die Magnete aufschlagen. Leider sind die Tiefziehteile der Türen im Bereich der späteren Fenster Stellenweise schon etwas verkratzt, aber ich hoffe das dies mit fertig lackierter Oberfläche nicht ganz so stark auffällt.

Nun habe ich die Türen abgeklebt und grundiert. Die Türen haben im Bereich des späteren Fensters eine Ausbeulung nach aussen, was das Abkleben der richtigen Größe sehr einfach macht.
Optisch kommt die Ausbeulung auch nachher am Modell sehr Scale und schaut super aus.
Die Radarnase habe ich heute ebenfals am Rumpf montiert und gleich grundiert. Der Rumpf selber ist eigentlich schon lackierfertig da nur einige kleine Stellen gespachtelt
werden mussten.
Als nächstes werde ich das Ganze nochmals anschleifen und mal die ersten Schichten Lack aufbringen. Lackieren werde ich in 2 Grundfarben (orange und schwarz) und die Zierlienien später noch aufbringen. Auf Nieten habe ich verzichtet, da ich in der Rumpfgröße sowieso nicht die optimale Nietengröße treffe. Auserdem besteht der Heli im Original größtenteils sowiso aus Verbundwerkstoffen.


Habe jetzt mal die ersten Farbschichten lackiert. Das ganze wird normal mit Lack aus der Dose gemacht. Die Linien ziehe ich mit Zierband nach, wobei die kleineren Streifen jeder einzeln auflackiert werden. In der Größe ist der Lack aus der Dose völlig ausreichend vom Spritzbild her und da eh eine E-Mechanik zum Einsatz kommt muß auch nicht unbedingt mit 2K gearbeitet werden.
Die Lackierung ist jetzt weitgehend fertig. Auch die Seitenstreifen sind am Rumpf bereits fertig. Lediglich die Türen mußte ich nochmals überarbeiten, da auf den Tiefziehteilen der Lack stellenweise nicht halten wollte. Die Aufkleber kamen als nächstes darauf und dann konnte auch schon der Klarlack aufgebracht werden. Hier noch ein paar Bilder vom fertigen Zustand 





