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Im Jahr 1916 baute die Firma Nieuport das gleichnamige Jagdflugzeug mit der Kennzeichnung 11, das im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam. Entworfen wurde das Flugzeug als Antwort auf die so genannte Fokker-Plage (Fokker Scourge), die Ihren Namen der damaligen Überlegenheit der Fokker-Eindecker verdankte.

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Das Flugzeug sollte ein leichter Doppeldecker werden, weshalb Gustave Delage das Jagdflugzeuges Nieuport 10 als Ausgangsbasis seiner Konstruktion nutzte und die Version 11 verkleinerte. Als leichter Doppeldecker besaß der Jäger so eine hohe Steiggeschwindigkeit und verhältnismäßig gute Manövrierfähigkeit. Die Nieuport 11 war den Fokker-Eindeckern in Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit überlegen.

Einführung
Schon im Januar 1916 kamen die ersten französischen Maschinen an die Westfront. Noch im selben Monat erreichte die Einsatzstärke bereits 90 Jagdflugzeuge. Die Luftüberlegenheit der Deutschen Flieger ging hierdurch erst ein Mal verloren. Im Sommer 1916 wurden die Nieuport 11 bereits durch ein Nachfolgemodell, der Nieuport 16, abgelöst.

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Konstruktion/Bewaffnung
Beide Tragflächen waren über so genannte V-Stiele verbunden. Als Besonderheit gilt die versetzte untere Tragfläche, welche nach wesentlich schmaler war. Während die Fokker-Eindeckern über Tragflächenverwindungen gesteuert wurden, setzte der Konstrukteur Delage auf Querruder. Der Gnome-Rhône-Umlauf-Sternmotor lieferte der Nieuport 11 59 kW (80 PS) für eine neue Höchstgeschwindigkeit am Kriegshimmel der Westfront.

Der Hauptvorteil der Fokker-Eindecker lag jedoch nicht in der Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit, sonder vielmehr in der Bewaffnung. Das synchronisierte Maschinengewehr, das durch den Propellerkreis feuern konnte war den Maschinengewehren der alliierten Jagdflieger deutlich überlegen. Da die Alliierten über diese Technik auch zur Zeit der Nieuport 11 nicht verfügten, wurde das Lewis- oder Hotchkiss-MG auf der oberen Tragfläche montiert. Mit seinen 27 Kartuschen war das MG nun ähnlich effektiv, wie das der Fokker-Eindecker. Lediglich beim Ladevorgang ergaben sich Nachteile durch die hohe Position bei der Anbringung des MG´s.

Bewaffnung:
- Hotchkiss-MG 7,7 mm oder
- Lewis-MG 7,7 mm

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Einsatz
Die Überlegenheit dieses Flugzeuges wurde zum Anlass genommen, eine hohe Stückzahl herzustellen. Der Erfolg lies das Flugzeug in vielen Ländern Verwendung finden, teilweise wurden die Maschinen in Lizenz produziert, wie z.B. von Macchi in Italien als Nieuport 11000.

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Datenblatt
Baujahr: 1916
Einsatzzweck: Jagdflugzeug
Länge: 5,64 m
Spannweite: 7,52 m
Höhe: 2,45 m
Flügelfläche: 13,30 m²
Leergewicht: 320 kg
Startgewicht: 480 kg
Motor: Gnome-Rhône-Umlauf-Sternmotor, Leistung (58,8 kW) 80 PS,
Höchstgeschwindigkeit: 156 km/h
Steigzeit auf 1.000 m: ???
Gipfelhöhe: 4.700 m
Reichweite: 375 km
Flugzeit: 2 Stunde 30 Minuten
Bewaffnung: ???
Besatzung: 1 Mann

Tipp: wer dieses Flugzeug einmal selbst steuern will, kann dies zumindest im Kleinen tun. Wie unser Baubericht zur Nieuport 11 von FreeAir beweist...

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