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Flugbericht Nieuport 11

Der Hersteller FreeAir hat eine Nieuport 11 im Programm, die einfach nur gut aussieht. Wie fliegt sie sich wohl?


Die Nieuport 11 vom tschechischen Hersteller FreeAir ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich ein einsteigerfreundliches RC-Flugzeug aus dem Material EPP und liebevoll gestaltete Details beim Nachbau unter einen Hut bringen lassen. Wenn man manch weniger schön aussehende Schaumwaffeln ansieht, bei denen die Optik hinter der Funktionalität gänzlich zurück tritt, ist es eine Freude, dass es auch anders geht - wie FreeAir beweist. freeair-nieuport-11

Mit einer Affinität zu Fliegern aus dem Ersten Weltkrieg ist man bei FreeAir ohnehin bestens aufgehoben. Ich durfte von diesem Hersteller bereits die Fokker Dr. I und die Fokker D VII in Aktion erleben und war begeistert. Machen die RC-Flugzeuge schon auf dem Boden eine gute Figur, spielen sie ihre Stärken in der Luft erst so richtig aus. Geradezu majestisch strahlen sie eine Eleganz aus, bei der man erahnen kann, wie sich das Fliegen damals angefühlt haben muss. Mit der richtigen Motorisierung musste bei diesen beiden RC-Flugzeugen nichts mehr eingestellt werden, sie ließen sich auf Anhieb überraschend gutmütig und ruhig steuern.

Besitzer der beiden genannten Fokker sind meine fpv-flieger-Kumpanen Schuller und B.J. Damals -1916, während des Ersten Weltkrieges- wurde die Nieuport als Antwort auf die sogenannte Fokker-Plage entwickelt. Ich liege mit dem Erwerb meiner Nieuport von Freeair also goldrichtig. Höchste Zeit, dass meine Flieger-Kumpel mit ihren Fokkers mal ein wenig Konkurrenz am Himmel bekommen :-)

Das Modell von FreeAir ist aus EPP gefertigt. Dieses Material steckt wirklich fast alles weg. Nach reichlich beobachteten Abstürzen mit EPP-Fliegern kann ich diese Aussage so unterschreiben. Ich glaube inzwischen, mit EPP hat der gemeine Sekundenkleber erst seine Bestimmung gefunden. Die Kombination EPP und Sekundenkleber schlägt alles, so hat man den Eindruck. Eine kleine Besonderheit bei der Nieuport 11 von FreeAir sind sicher die Holzverstrebungen zwischen den Tragflächen. Mir gefällt diese Optik ungemein.

Die Nieuport 11 wird als ARF-Bausatz geliefert. Im Karton liegen alle Teile, die es so benönieuport-11-freeairtigt, abgesehen von der Elektronik natürlich. Laut Hersteller FreeAir soll der Zusammenbau an einem Abend zu schaffen sein. Ich habe etwas länger gebraucht. Meine Netto-Bauzeit dürfte etwa zwei Abende betragen haben. Dies liegt aber sicher auch daran, dass ich handwerklich nicht der Begabteste bin und mir für die einzelnen Schritte Zeit genommen habe. Unbeschadet der investierten Zeit ging der Bau des FreeAir-Bausates ansonsten wirklich leicht von der Hand. Ich habe keine bösen Überraschungen erlebt, alles passte wunderbar zusammen. Den ausführlichen Baubericht gibt es ab sofort hier zu lesen.

So genug erzählt :-) Nach langem Warten trafen heute endlich Wetter und Zeit zusammen. So halbwegs jedenfalls. Es war kalt wie die Sau. Aber mit unserem Hobby nimmt man ja im Winter jeden brauchbaren Tag und hadert nicht lange. In aller Kürze: Der Flug der Nieuport von FreeAir war geil Lachanfall Macht super Laune. Nachdem ich mich nun lange genug auf Einsteiger-Fliegern und Simulator gequält habe, endlich etwas agileres. Und schön anzusehen ist sie. Herrlich. Was Trimmung pp angeht musste nicht viel gemacht werden, lediglich etwas Blei habe ich vorne angeklebt, weil der Schwerpunkt etwas zu weit hinten lag. Dies hatte aber auch damit zu tun, dass ich den Akku nicht wie geplant weiter nach vorne holen konnte. Hatte Klettband vergessen und musste so mit einer Schaumstoff-Notlösung arbeiten. Egal. Die Nieuport von FreeAir rockt!

Das Video des Tages gibt es hier:

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