Schon immer vom Fliegen begeistert fing ich im Jugendalter an, am PC meine Begeisterung dafür zu füttern. Damals, 1991, brachte der Spielehersteller Dynamix den Titel "Red Baron" heraus.
Hier verbrachte ich enthausiastisch viele Stunden mit meinen Freunden in der Luft und erzählten uns gegenseitig von den Begnungen mit dem Feind. Die Spielerkariere wurde immer wieder begonnen, sobald es einen erwischt hatte.

Da der Titel aber nicht wesentlich weiter entwickelt wurde, geriet das Spiel irgendwann in vergessenheit. An Modellbau hatte ich damals noch nicht gedacht, da das Hobby noch sehr kostspielig war.
Meine Begeisterung für jene Zeit entfachte wieder, als ich den Roten Baron im Kino sah. Da war es wieder, die Leidenschaft - Flügel an Flügel in der Luft und nach dem Gegner ausschau zu halten. Noch immer gab es für mich keinen würdigen Nachfolger für den Titel von Dynamix. Die Grafik von damals erschien mir jetzt unansehnlich und ich konnte mir gar nicht mehr vorstellen, mal auf kleine Pixel geschossen zu haben. Schliesslich war ich mit Battlefield 2 schon einige Stationen in der Grafikwelt aufgestiegen.
Irgendwie musste ich das neu entfachte Fieber jedoch trotdem bekämpfen. Mit dem RC-Fliegen hatte ich schon angefangen. Ein Koaxialhelikopter und einen Belt-CP V2 von E-Sky nannte ich mein Eigen. Mit Luftkämpfen hatten aber beide nichts zu tun. Ich brauchte unbedinkt ein Jagdflugzeug. Fündig wurde ich dann bei Free Air, dem tschechischen Hersteller von EPP-Flugmodellen. Und er hatte sie, eine rote Fokker Dr. I. Schnell musste ich sie bestellen und der Bau(-bericht) wurde von meinem Fieber schnell vorangetrieben. Von Anfang an war mir aber klar, dass es nur beim Fliegen nicht bleiben durfte. Im Internet fand ich Hinweise darauf, dass man inzwischen solch ein Modell auch aus der Ich-Perspektive fliegen kann. Das musste der zweite Schritt sein, denn nur so kann man seinen Gegner am Himmel ja auch wie früher am Simulator ausfindig machen. Doch erst mal sollte der Dreidecker in die Luft (Flugbericht).