Dieser Baubericht zur Rumpler Taube von Ikarus wurde von Don Camillo eingereicht, Danke hierfür :-)
War eben mal in meinem Lieblingsladen und hab (Ferien sei dank) in aller Ruhe die Regale durchstöbert. Und dabei schimmerte mir unter einer Staubschicht ein gelber Karton entgegen, der meine Aufmerksamkeit erregte...
Unter einer Staubschicht kam dann folgendes zum Vorschein:

IKARUS Rumpler Taube
Scale Massstab 1:12
Abfluggewicht 350Gramm
Spannweite 1'200mm
Offizieller Preis: 119.00 DM
Witzig finde ich den Begleittext von Ikarus: "...auch wenn keine Windstille herrscht kann das Modell vor allen Dingen mit dem neuen Leichtgewicht-Micro-Gyro sehr ruhig geflogen werden..." Also bei mir fliegen auch heute noch Gyros nur in den Helis...
Neugierig dann den Ikarus-Baukasten der Rumpler Taube geöffnet, und..... oha.... nun ja, ich denke der Begriff "Bauschaum" triffts am ehesten. Sieht aus wie der Schaum, mit dem man die Fensterrahmen und Türzargen einschäumt. Ganz interessant sind auch die Räder von Ikarus... sehen bisschen aus wie Eier.

Ah ja, ganz toll war übrigens auch der Modellsport-Katalog, der im Baukasten von Ikarus zur Rumpler Taube dabei lag. Ikarus Nr. 12 - da hats Flieger drin die ich im Leben noch nie gesehen habe....
Hab mir den Bausatz der Rumpler Taube von Ikarus nun mal genauer angeguckt. Also was ich noch nicht ganz verstehe sind diese "Ohren" aussen am Flügel. Erst dachte ich, das wären die Querruder - da aber bei der Rumpler Taube nur immer von 3 Funktionen gesprochen wird ist das wohl hinfällig. Und in der Anleitung von Ikarus werden diese "Ohren" nur mit Klebband angeschlagen, aber es gibt keine Züge oder ähnliches. Müssen die flexibel sein???
Und was ich auch noch nicht weiss, wie ich die Motorisierung der Rumpler Taube umsetzen werde. Mal eine Nacht drüber schlafen, vielleicht kommt mir ja im Traum eine Idee... wie so oft...
Also, hier mal Schritt eins. Nach einem Grinsen über die Art und Weise des Materials von Ikarus (kennt ihr noch die kleinen Warbirds von früher, die man zusammenstecken konnte und die einen kleinen Propeller am Bug bekommen haben an einer Kunststoffführung? Genau so kommt mir dieser Bausatz vor) hab ich mal den ersten Bauschritt gemacht.
Hier die Einzelteile, alles dabei:

Passgenauigkeiten waren wohl vor 10 Jahren bei Verpackungsfliegern noch ein Fremwort:

Aber es ist ja schliesslich auch ein "90% ready" Baukasten von Ikarus, dass heisst man kann noch 10% anpassen.... ...und nach 10 Minuten ablüften lassen siehts nun so aus:

Der Verkäufer meinte die Rumpler Taube heisse so, weil sie beim Fliegen so rumpelt - war heut früh nochmals bisschen stöbern und hab dabei noch ein altes Antriebsset gefunden. Und noch einiges mehr, aber dazu ein ander mal... ich hab momentan sturmfrei, jetzt muss ich mir mal noch ein gutes Versteck für meine Funde suchen....

Also das tolle an den alten Fliegern und den Bürstenmotörchen ist, das man alles praktisch geschenkt bekommt. Für das Antriebsset (Motor, Getriebe und 2 Propeller) und einen Regler (6 - 12 Volt, max. 20 Ampere) hab ich weniger bezahlt als mich zwei neue Propeller von Parkzone kosten.
Also weiter mit dem Bau der Rumpler Taube - auch wenns eigentlich nicht viel mehr als die Rezitierung der Bedienungsanleitung von Ikarus ist. Hab den Rumpf der Rumpler Taube zusammengeklebt. Sinnigerweise sind die beiden Rumpfhälften der Rumpler Taube natürlich nicht gleich gross und die Fugen deutlich sichtbar. Jetzt bin ich am überlegen, ob ich das eher spachteln oder aber mit dem Messer bearbeiten soll. Bei der Messervariante frag ich mich aber, ob man das nachher nicht beim Lackieren wieder gut sehen würde... vermutlich erst schneiden/schleifen, dann spachteln..

Eigentlich ist der Bausatz der Rumpler Taube von Ikarus simpel - mein erster Eindruck war falsch, das Modell geht doch fix von der Hand und ist äusserst einfach zu bauen.
Leider ist das Wetter halt nicht für das Bauen geeignet, eher zum Fliegen und im Pool zu verbringen...
Aber zum Glück lief gestern Abend ja Aviator. Passendes Hintergrundprogramm für meine Bauanleitung. Als erstes hab ich dann die witzigsten Räder, die mir je untergekommen sind, fertiggestellt. Naja, nicht viel mehr als die Radnaben verkleben gibts nicht zu tun. Die Rädchen der Rumpler Taube bekommen jetzt noch einen Weissleimüberzug.

Dann wurde das Cockpit aus dem Rumpf geschnitten und entsprechend der Abstand für die Flügel herausgetrennt. Davor hatte ich einen höllen Respekt (von wegen verschneiden etc.) - völlig unbegründet, ging ganz fix. Mit dem Zeigefinger als Anschlag...

Und in das Cockpit natürlich die entsprechenden Öffnungen gemacht.

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