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Der Grasshüpfer

Ja wo ist er denn? Schauen Sie doch einmal genau hin! Nein, nicht hier aufs Bild, schauen Sie lieber in den Baubericht von Jochen...

Hallo!

Ich möchte nun mal, da ich in der Vergangenheit viel Balsastaub geschluckt habe, mal mit dem Baubericht über die Piper L4 Grasshopper anfangen. Das Modellflugzeug ist ein ARF-Flugmodell der Fa. Vmar im Vertrieb von BMI.
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Auch wenn es ARF heißt, ist doch noch etwas zu tun daran. Also Modellflugzeug aus der Kiste, Motor, LiPo-Akku, Empfänger und Servo reinschmeissen ist nicht. Da muss vorher doch noch etwas gebaut werden. Es fängt eigentlich an mit der Kontrolle aller Bauteile. Dabei gilt zu beachten, ist das mitgelieferte Zubehör brauchbar oder sollte man es durch bessere Bauteile ersetzen. Dann schaut man sich die Holzteile genauer nochmal an, kontrolliert Verklebungen. Wo es nötig ist klebt man nach. Auch sollte man sich Gedanken darüber machen, wo man ggf. noch Verstärkungen stark beanspruchter Bauteile einsetzen kann. Hier ist zum Beispiel ein neuralgischer Punkt, die Fahrwerksaufnahme und Flächenbefestigung. Man kann hier sinnvoll Verstärkungen einbringen um auftretende Kräfte und Belastungen einzuleiten, bzw. abzufangen. Ich mach das in der Regel mit sparsamer Verwendung von Epoxyd-Harz, zum Teil auch in Verbindung mit Glasfasermatten.
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Bevor man jetzt dann bespannte Bauteile weiter zusammenbaut, schaut man eben nach dieser Bespannung. Wenn irgendwo Blasen, Falten oder ähnliches zu sehen sind, heißt es nachbügeln. Aber Vorsicht! In der Regel ist die Qualität der Folie unbekannt. Aus diesem Grund testet man sich mit der Temperatur langsam heran. Am besten ist da auf jeden Fall ein vernünftiges Folienbügeleisen. Ein kleines Reisebügeleisen ist denkbar ungeeignet, da die Temperaturregelung zu grob ist, bzw. das Eisen keine gleichmässige Temperatur hält. Als erstes habe ich mit der Fertigstellung der Flächen angefangen. Der Flächenverbinder wurde so verschliffen, dass er saugend in die entsprechende Aussparung in der Flächenhälfte hineinpasst. Der Verbinder wird dann mit Epoxy in einer Flächenhälfte verklebt. Dabei muss drauf geachtet werden, dass an der Klebestelle außen, das überschüssige Epoxy vor dem Aushärten abgewischt wird. Jetzt werden die Servos eingebaut, d.h. vorher werden die Servoanschlusskabel entsprechend verlängert. Entweder man nimmt käufliche fertige Verlängerungskabel oder man fertigt sich so etwas selber. Ich nehme immer verdrilltes Servokabel, entferne am Servo die schwarze Steckerhülle und löte das Kabel an, Isolierung nicht vergessen. Dann wird das Kabel durch die Fläche gezogen und anschließend das Servo verschraubt.
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Das Ganze wiederholt sich dann an der zweiten Flächenhälfte. Ist das geschafft, werden die Flächenhälften miteinander verklebt, also Harz an den Verbinder und die Wurzelrippen, zusammenschieben, ausrichten und mittels Klebestreifen die Flächenhälften zusammenziehen und fixieren bis zum Aushärten. Da die Fläche jetzt ein Teil ist wird an die Servoverlängerungskabel jetzt der berühmte MPX-Stecker gelötet. Der hat sechs Stifte, genau richtig für 2x Impuls, 2x Plus und 2x Masse. Natürlich darf man auch hier nicht die gegenseitge Isolierung mit Schrumpfschlauch vergessen. Da dies ein Stecker wird, den man immer wieder bei der Flächenmontage aus- und einstöpselt, muss man für Sicherheit sorgen. Ich nehme in der Regel die Heissklebepistole und gebe einen ordendlichen Schmanz drauf und forme das noch warme Klebematerial zu einem kleinen Griff. Wer´s teurer mag, besorgt sich fertig konfektionierte Kabel mit MPX-Steckern/Buchsen. Später fertigen wir uns noch das Gegenstück für den Empfängeranschluss, welches wir aber mit einem selbstgesägten, kleinem Befestigungsrahmen im Flugzeugrumpf verkleben. Um zu verdeutlichen, wie der Vogel später mal komplett aussieht, hier nochmal ein Bild davon.
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Jetzt wo die Fläche miteinander verklebt ist, nehmen wir uns die Anlenkung der Querruder vor. Auf dem einen Bild erkennt ihr die beiligende Anlenkung mit den roten Gabelköpfen. Obwohl sie von ganzguter Qualität sind, verwende ich sie aus optischen Gründen nicht. Ich nehme zwei entsprechend abgelängte 1,7mm Schubstangen, schraube normale Gabelköpfe aus Metall auf. An die Ruderhörner, die aus dem Baukasten sind, schraube ich Klemmanschlüsse. Nach dem Justieren und Programmieren des RC-Senders, werden beim Finish die Anlenkungen noch in der Farbe des Untergrundes bemalt.
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Die dem Baukasten beiliegenden Ruderhörner sind etwas unkonventionell, aber nach einer kleinen Vorbehandlung und Nachbehandlung durchaus für ein Flugzeugmodell dieser Kategorie brauchbar. Vorbehandlung bedeutet, die Farbe z. T. runterschleifen, vor allem in der Ecke der Verbindung zwischen runder Scheibe und dem eigentlich Ruderhorn. Nachbehandlung bedeutet, wenn das Teil am Ruder verschraubt ist, kommte jeweils rechts und links in die schon beschriebene Ecke ein kleiner Tropfen Stabilit-Express. Die Ruderhörner bestehen aus einer Art ABS-Kunststoff, da hält kein Epoxy. Ganz dickflüssiger Sekundenkleber ginge zur Not auch noch. Dann werden die Ruderhörner auch in der Untergrundfarbe lackiert.
Als nächstes widmen wir uns dem Einbau der Leitwerke. In den allermeistens Bauanleitungen steht zulesen, dass man die Leitwerke zuerst einkleben soll. Ich bin da gegenteiliger Meinung, und zwar aus dem Grunde, wenn die Fläche korrekt auf dem Flugzeugrumpf sitzt, lässt sich das komplette Leitwerk wesentlich leichter nach der Fläche ausrichten. Hilfsmittel für das Ausrichten, zwei Stücke Schnur, Geo-Dreieck oder ein Winkel. Die zu verklebenden Teile, wir fangen mit dem Höhenleitwerk an, werden vorbereitet. Das Höhenleitwerk wird in den Schlitz im Flugzeugrumpf geschoben, mit Hilfe der Fäden an der Fläche ausgerichtet. Man nimmt sich 4 Fixpunkte, je 2 am Leitwerk und an der Fläche und spannt sie Schnur dazwischen. Beide Schnüre müssen exakt die gleiche Länge aufweisen, nach dem Ausrichten. Dann sitzt das Höhenleitwerk korrekt. Nun wird mit einem Folienschreiber der Ausschnitte auf der Höhenleitwerksflosse angezeichnet. Da man das Leitwerk nicht mit der Folie verkleben kann, muss dieselbige entfernt werden. Aber nicht mit dem Messer schneiden. Tun wir das, haben wir gleich Sollbruchstellen eingearbeitet. Man nimmt einen Lötkolben mit "spitzer" Spitze und schmilzt die Folie wie mit einem Messer weg. Aber den Lötkolben auf der dem Flugzeugrumpf zu gewandten Seite der Linien, am Stahllineal entlangführen. Jetzt befestigt man die Tragfläche, schiebt das Höhenruder in den Schlitz und überprüft den korrekten, winkligen und parallelen Sitz in allen Ebenen. Ggf. muss man noch etwas unterlegen/wegschleifen. Dann klebt man das Leitwerk am besten mit 30 Minuten Epoxy ein, da hat man genug Zeit alles auszurichten.
Nächster Schritt ist dann das Seitenleitwerk. Hier braucht man einen Winkel oder Geo-Dreieck und ein gutes Augenmaß. Die Vorgehensweise ist analog dem Höhenleitwerk. Deswegen gehe ich hier nicht auf die einzelnen Schritte ein. Wichtig ist nur, dass die Folge eines schief eingebauten Seitenleitwerks ein schlecht fliegendes RC Modellflugzeug ist, was mit mächtigen Trimmkorrekturen auf die gerade Bahn gebracht werden muss.
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Die kleine Piper möchte ja auch auf ihre richtigen Füsse, deshalb wenden wir uns jetzt erst einmal den Puschen zu. Die Fahrwerksdrähte werden in die vorbereitete Aufnahme gesteckt. In der Regel ist hier noch etwa nachzuarbeiten, damit die Drähte richtig in der Rumpfaufnahme fixiert sind. Anschließend werden die Fahrwerksdrähte mit den beiliegenden Laschen gesichert.
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Da wir das Fahrwerk aber später noch etwas pimpen wollen, schieben wir 2 Stellringe im Durchmesser der Drähte auf. Diese werden ganz oben im Rumpfknick mit einer kurzen Kreuzschraube festgeklemmt. Nun passen wir die Fahrwerksverkleidung an. Ich hab das untere Loch soweit erweitert und nach hinten zeigend geöffnet, dass die Verkleidung beim Bewegen nicht von den Fahrwerksdrähten geklemmt oder verrissen wird.
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Da die Baukastenräder so was von grottig waren, habe ich mir beim "blauen Claus" ein paar neue, größere Räder besorgt. Ich hab die mit den echten "Alufelgen" genommen. Das ganze dann mit jeweils 2 Stellringen auf der Fahrwerksachse positioniert, aber so, dass der äußere Stellring bündig mit der Achse ist. Der innere Stellring wurde dann auch wieder mit einer kurzen Kreuzschraube fixiert.
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Später kommen wir wieder auf das Fahrwerk zurück. Aber jetzt wollen wir uns dem Motoreinbau widmen. Ich bevorzuge eigentlich in jedem meiner Modellflugzeuge einen Antrieb, der leicht oversized ist. Einzig aus dem Grund, wenn man sich verknüppelt hat, dass genügend Leistung zur Verfügung steht, um aus einer brenzligen Situation wieder herauszukommen.
Als erstes schrauben wir unseren Motor auf die mitgelieferten Holzplatten. Ich habe hier die Rückwandmontage zurückgegriffen, da mein Brushlessmotor diese Montageart hergibt. Dadurch konnte ich auch die Befestigungsschrauben kürzer halten. Die Hinterwandmontage ist allerdings genauso gut möglich. Was man letztendlich wählt, ist Geschmacksache, bzw. Vorgabe durch den verwendeten Motor.
Ich verwende hier einen KA22-20L mit ca. 85 g Gewicht. Der Brushless-Motor wird mitsamt der Platte auf den zuvor eingesetzten Schrauben befestigt. Hier wird gleich der Seitenzug und der Motorsturz mit einkalkuliert. Das bedeutet, nach der Montage zeigt der Brushlessmotor deutlich nach unten rechts. Da hier die Motorhaube schon fix und fertig ausgeschnitten ist, braucht man jetzt nur die Anpassung derselben vornehmen, dh. den Brushlessmotor soweit nach vorne oder hinten platzieren, dass der Propellermitnehmer gerade so aus der Haube herausschaut. Dann zeichnet man sich diese Position an und bohrt kleine Löcher von 1,5 mm, um die Haube dann zu verschrauben. Vorher haben wir den Brushlessmotor natürlich mit einer guten Steckverbindung zum Drehzahlregler versehen. Bevorzugt nehme ich immer bei meinen Flugmodellen 3,5 mm Goldkontakte. Diese sind sehr kurz und sind ausreichend kontaksicher, wie belastbar. In einem schönen Schwung verstauen wir die Kabel unter dem Brushlessmotor und im Flugzeugrumpf, wo der Drehzahlregler schon lauert.
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Jetzt haben wir wieder eine Hürde geschafft. Die nächste ist nicht sehr hoch, weil wir den Flug-Akku so tief im Schwerpunkt wie möglich plazieren wollen. Wir messen die Höhe des von uns verwendeten LiPo-Akkus. Passend wäre hier ein 3S-Lipo-Akku mit einer Kapazität von 1800-2100 mAh. Dann zeichnen wir uns auf der Innenseite des Flugzeugrumpfes die gemessene Höhe plus einer Zugabe von mindestens 8 mm an. Die Zugabe deshalb, weil wir den LiPo-Akku ja noch mit einer Klettschlaufe und dem Klettband auf den LiPo-Akku und Zwischenboden geklebt, befestigen müssen. An dieser Kennzeichnung kleben wir jetzt die mitgelieferten Balsaleisten mit dünnflüssigem Sekundenkleber an. Als nächstes wird das Akku-Brett auf die Leisten geklebt. Aus Balsaresten kleben wir jetzt noch ein Gegenlager auf das Servobrett an die Seitenwände. Auf das Akkubrett wird später, wenn wir den Schwerpunkt ausgewogen haben, noch Klettband zur Akkufixierung aufgeklebt.
Hierzu der Hinweis: auch selbstklebendes Klettband wird mit Sekundenkleber aufgeklebt, da die Klebeschicht des Bandes nicht ausreicht um dauerhaft auf rohem Holz zu haften!

Wenden wir uns jetzt erstmal dem Heckfahrwerk zu, denn irgendwie muss ja der Pilot "G.I. Joe" beim Rollen auf dem Boden lenken können. Da mir der Draht, der im Fahrwerkshalter eingesteckt war, zu weich erschien, musste er einem Draht der härteren Sorte weichen. Er wurde analog dem vorhandenen gebogen, in den Halter eingesteckt und dann oben nochmal gebogen. Dabei unbedingt auf Leichtgängigkeit achten, denn das Seitenruder nimmt das Spornrad, bei der Ruderbewegung mit. Geht das dann zu schwer, erhöht sich der Stromverbrauch, das BEC vom Drehzahlregler wird zu sehr belastet, ggf. kann es zu Schäden an der Elektronik kommen. Dann ist ein Verlust zu beklagen, denn ohne Strom fliegt der Vogel nicht.
Das Fahrwerk wird unter das Heck geschraubt. Das verlängerte Ende des Drahtes wird in die Führung am unteren Ende des Ruderblattes geschoben. Auch diese Schiebeverbindung sollte aus vorgenannten Gründen leichtgängig sein. Wenn´s fertig ist, siehts dann so aus.
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Zwischendurch tun wir etwas für die Optik der Flugmaschine, wir pimpen die Motorhaube ein wenig. Da waren so seltsam aussehende Auspuffattrappen ab Werk dran. Die fielen erstmal kurzer Hand dem Messer zum Opfer. Danach habe ich von unten in die "Zylinder" 3 mm, von oben 1 mm , sowie hinter die Zylinder 1 mm Löcher gebohrt. Unten habe ich aus 3 mm Bowdenzugröhrchen neue Auspuffrohre gebogen und angeklebt. Die "Zündkabel" habe ich aus einfachem Klingeldraht gebogen und in die Löcher geklebt. Dann die Rohre mit Rostfarbe und die Zylinder mit mattschwarz angepinselt. So siehts dann schon ein wenig scaliger aus.
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Gehen wir jetzt zum anderen Ende des Modellflugzeuges. Pipers haben ein abgespanntes Leitwerk, das stellen wir ganz einfach dar. Ich habe es mit kurzen Drahtsückchen und Bowdenzuginnenröhrchen gemacht. Es aber genauso gut, wenn nicht sogar noch besser, mit dickem Gummifaden. Am Seitenleitwerk und an der Höhenflosse drei Löchlein gekennzeichnet, ein kleines, gebogenes Stückchen 0,8 mm Draht eingeklebt. Dann die Röhrchen entsprechend abgelängt und mit einem Tröpfchen Sekundenkleber auf die Drähte geklebt. Sollte die "Verspannung" jetzt irgendwo hängenbleiben, ist es schnell abgerissen ohne größere Schäden zu hinterlassen.
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Wo wir jetzt so schön dabei sind, pimpen wir das Modellflugzeug weiter. Eine Piper ohne Verspannung/Federung zwischen den Fahrwerksbeine ist keine richtige Piper. Hierzu benötigen wir dicken Gummifaden und zwei Holzstückchen.  Diese Holzstückchen imitieren die im Original an Stahlseilen hängenden, verkleideten Federn. Am besten sieht tropfenförmiges Profil aus, gibt es als Leisten beim guten Modellbauladen. Die Stellringe zur Befestigung der Räder und die wir am Anfang auf die Fahrwerksdrähte geschoben haben, bekommen kurze Senkschrauben anstelle der Madenschrauben. Die kurzen Leistenstückchen durchbohren wir der Länge nach und fädeln den Faden hindurch, 2 mal machen. Oberhalb der Leistenstückchenfädeln wir die Fäden durch 5 mm langes Stückchen Schrumpfschlauch, aber noch noch nicht verschrumpfen. Nun schneiden wir uns noch 4 Stücke dünnen Schrumpfschlauch ab. Wir fädeln den Faden an jedem Ende als Schlaufe in den Schrumpfschlauch, schlingen es um die Schraubenköpfe in den Stellringen und schrumpfen nun den Schlauch zusätzlich sichern wir das mit einem winzigen Tropfen dünnflüssigen Sekundenkleber. Jetzt schrumpfen wir das mittlere Stück Schlauch, nachdem wir alles schön kreuzförmig ausgerichtet haben. Zum Schluss, malen wir die ganze Stellage noch mattschwarz an.
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Wo wir so schön dabei sind, verpassen wir der Piper noch einen Landescheinwerfer. Dazu nehmen wir eine schöne helle 5 mm LED, stecken die in einen kleinen Reflektor. Vorher löten wir noch dünnste Kabel an die LED, isolieren die Verbindungen und kleben noch ein kleines Stückchen Plastikrohr an den Reflektor. Die Kabel führen wir direkt am Querruderservo vorbei ins Innere der Fläche verlegen es parallel zum Servokabel. Das BEC unseres Drehzahlreglers gibt uns ja eine Spannung von 5,5 Volt vor. Jetzt rechnen wir mithilfe eines kleinen Tools aus dem Netz den benötigeten Vorwiderstand für die LED aus. Den löten wir einfach in die Plusleitung der LED und schließen/löten die Kabel parallel zum Stromanschluss des Servos. Die LED verbraucht max. 20 mA, ist als im Parallelbetrieb vernachlässigbar. Außerdem dient es uns als Einschaltkontrolle, denn sobald wir die Fläche befestigt, elektrisch angeschlossen haben und den LiPo-Akku angesteckt haben, leuchtet unser Landescheinwerfer.
Den kleben wir schön oben an der entsprechenden Flächenstrebe fest. Im Original hat die Piper den Landescheinwerfer in der Nasenleiste der Fläche, aber ich wollte hier nicht die Fläche aufschneiden. Ein paar künstlerische Freiheiten dürfen ruhig sein.
Zum Schluss wird das Gehäuse noch schön oliv angemalt.
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Als letzte Maßnahme des Pimpens nehmen wir uns der Flächenstreben an. Hier habe ich nur die unteren Flugzeugrumpfbefestigungen insoweit geändert, dass bei einer missglückten Landung, die Streben ausrasten können. Weiterer Vorteil ist das leichtere Aufrüsten. An der Fläche sind die Streben wie in der Anleitung gefordert, angeschraubt. Am unteren Ende wurde die Originalbefestigung abgetrennt, eine schräge Bohrung eingebracht und ein Stück 2 mm Gewindestange eingeharzt. Als Gegenstück im Flugzeugrumpf wurde am Befestigungspunkt rechts und links ein kleiner Kugelkopf eingedreht. Auf das Gewindestück an der Strebe wurde eine Kugelpfanne aufgeschraubt. Beim Aufrüsten brauche ich jetzt nur den zentralen Stecker für die Querruder/Beleuchtung einzustöpseln, Fläche festschrauben und die Streben unteneinclipsen. Fertig!
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Zum Schluss haben wir noch eine Arbeit zu erledigen, nämlich im Flugzeugrumpf das Gegenstück zu unserer Querruderansteuerung zu bauen. Wir holen uns einfach zwei Servoanschlusskabel (verdrillte Variante) aus dem freundlichen Modellbau-Shop. Die löten wir dann an unsere bereitliegende MPX-Kupplung. Natürlich entsprechend dem Stecker der Fläche. Natürlich isolieren wir die einzelnen Adern gegenüber den anderen. Jetzt sägen wir uns ein kleines Sperrholzbrettchen mit einem Loche in der Mitte, wo die Servostecker durchpassen. Jetzt kleben wir die MPX-Kupplung mit Stabilit ordentlich fest. Anschließend wird das Brettchen an gut zugänglicher Stelle im Flugzeugrumpf eingeklebt. Fertig ist der Flächenanschluß. Natürlich nur wenn auch ein Empfänger im Modellflugzeug ist.
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Wie G.I. Joe auf sein Pilotensessel kommt hatte ich ja schon beschrieben. Hier nochmals im Zusammenhang "G.I. Joe" vor seinem baldigen Arbeitsplatz, der Piper L4. Er wartet auf bessere Sicht bei dem Wetter, denn sein Vogel ist fast starklar. Dann kann "G.I. Joe" mit seinem neuen Sprechgeschirr Meldung machen.
Das "Sprechgeschirr ist entstanden aus 2 Stückchen Stahldraht und Stabilit-Express. Das habe ich in die Blisterpackung von ASS1000 gegossen und gewartet bis es ausgehärtet war. Dann ein paar Löchlein gebohrt, Sekundenkleber dran und die gebogenen Drähte eingeklebt. Das Mikro ist eine gebogene Pinnwand-Stecknadel. Die Höhrmuscheln noch ein wenig angemalt und dann dem "G.I. Joe" aufgesetzt. Heute Abend hat er Platz genommen.
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Der Empfänger ist bei mir links auf dem Kabinenboden auf ein Stück Mossgummi geklettet. Die Antenne in einer großen Schleife hinter dem Flächenausschnitt zum Leitwerk geführt und dort mit einer Stecknadel befestigt.
Jetzt wird der Propeller angeschraubt, der Flugakku vorne befestigt und angeschlossen, vorher natürlich der Sender eingeschaltet!! Dann proggen wir erstmal die RC-Anlage. Die Piper verlangt gemäß Bauanleitung nach geringen Ausschlägen. Diese habe ich erstmal eingestellt. Zusätzlich habe ich erstmal 40% Expo auf Quer und Höhe gegeben. Nun wird noch der Schwerpunkt überprüft. Erstmal nach Bauanleitung einstellen. Änderungen können sich nach den ersten Flügen noch ergeben.
Fehlt nur noch der Reichweiten-Test. Der ist in jeder Anleitung der Fernsteuerung beschrieben. Hat das alles funktioniert, ist eigentlich alles bereit für den Erstflug mit dem Modellflugzeug.
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Ruhiges Wetter sollte schon sein, wenn man den Jungfernflug wagt. Ich habs einfach gemacht, Modellflugzeug aufgerüstet, alles nochmal durchgecheckt, geschaut wo der Wind herkommt. Dann den Flieger in die Hand, so, hier muss ich einhaken, da ich Wildflieger bin verfüge ich gegebenermaßen nicht über eine gepflegte Golfrasenpiste, sondern nur über Wiesen. Hier habe ich mir aber ein schönes glattes Stück auserkoren, fragt sich nur wie lange noch, denn Gras wächst ja bekanntlich......
Also Handstart, für die Landung wird es auf jedenfall reichen, Trimmung sicherheitshalber ein paar Klicks nach oben, Vollgas und schön gerade weggeschoben. Hier zahlt sich dann der überdimensionierte Brushless-Antrieb aus. Das RC Modellflugzeug zog in einem 30 Grad Winkel nach einem kleinen Durchsackschwungholer nach oben. Auf Sicherheitshöhe erstmal etwas Gas raus und Höhe zurückgetrimmt. Ein Klick Querrtrimmung nach links und schon flog die Piper brav mit etwas mehr als Halbgas wunderbar gerade aus. Vollgas lässt sie steigen, Gasweg lässt sie sinken, aber ganz gemächlich, das bedeutet einen langen Landeanflug.
Nach knapp 10 Minuten die Landung eingeleitet und auf langen Weg reingekommen, rumms da war sie wieder, aber doch mit Kopfstand, aber nix passiert.

Fazit: Fliegt super, Schwerpunkt kann einen Tick zurück, Höhenruderausschlag muss vergrößert werden, da bei der Landung ziemlich gezogen werden muss, um den Hintern runter zu bekommen, damit sie sich hinsetzt. Querruder passt, Wirkung absolut ausreichend für vorbildgetreues Fliegen. Zum Turnen gibts andere Kisten.

Die Piper fliegt wie ein Trainer, ruhig, auch ziemlich langsam kann sie, aber sie will gesteuert werden. Sie dreht nicht von alleine zurück nach dem Kurvenflug, dafür hat sie mit etwa 3 Grad V-Form zu wenig.
Pipers, Modelle gibt es wie Sand am Meer, jede Größe, jeder Typ, entscheidend ist wirklich, was will ich. Ich würde mir die hier, mit ihren 140 cm Spannweite jederzeit wieder kaufen, da sie auch handstarfähig ist bei entsprechender Motorisierung.

Danke fürs Lesen
Grüsse

Jochen

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