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Phase 3 EF16

Ein knackiger Baubericht, genauer eine EF16 von Phase 3...

Dieser Baubericht wurde von Hoeni zur Verfügung gestellt, vielen Dank :-)

Das Thema Impellerflug hatte ich nach den negativen Erfahrungen mit dem Eurofighter und dem Störungsdesaster mit dem ersten Twister doch noch nicht ad acta gelegt. Und Mitte 2009 stand mir der Sinn danach, Deltafliegen zu lernen und auch mal einen flotteren Impellerjet zu fliegen. Das Ergebnis meiner Recherchen dazu war dann die EF16 von Phase 3. In allen Foren hoch gelobt als durchaus flottes Schaummodell, kommt der kleine Jet zu einem wirklich attraktiven Preis. Der Bau dauerte auch nicht überaus lange - das fertige Modell zeigte aber die gleichen Störungen, wie der erste Twister. So wurde die EF16 dann auch mein erstens 2,4Ghz Modell, denn damit hat sich was mit den Störungen aus dem Brushlessantrieb. Leider war dennoch die Steuerung der Grund für den dicken Crash beim Erstflug - ich hatte mithilfe eines anderen Piloten die Funke auf einem Flugtag eingestellt und traute mich gegen Abend an den Jungfernflug - und stellte als letztes für mich wie gewohnt das Höhenruder auf Revers. Leeeeeider bedeutet das bei einem Delta, das auch die Querruder revers laufen. Hatte ich nicht kontrolliert und so endete der Flug nach 3 Sekunden im Flugfeld mit einem Sechsteiler.

Und damit zu den beiden dicken Macken der EF16: Das Material ist billigst und bröselt schon bei sanften Bodenkontakten. Ein missglückter Start und anschließender recht sanfter Gleitflug ins hohe Gras rissen mir mal eben die Einlauflippe des Impellers ab. Das ist schon mal nicht der Hit. Das Schlimmste ist aber der unangenehme Impeller, tierisch laut und mit einer fiesen Tonlage nervt er die komplette Nachbarschaft, fliegen kann ich die EF16 daher nur auf Modellflugplätzen oder bei Flugtagen. Schade.  

Ansonsten sind die Flugeigenschaften ganz gut, der Jet hat deutlich mehr Leistung im Vergleich zu meinem Twister, steigt schnell, ist recht wendig und macht Spaß. Die Flugzeiten sind aber recht kurz, nach 5 Minuten ist der Spaß vorbei. Reicht aber auch bei der Geschwindigkeit, da muss man nicht 15 lang feuchte Finger bei haben... Ich überlege derzeit, die EF16 mit Folie zu verschönern, das macht sie zwar schwerer, sollte aber die meisten Reste des Crashs vom Erstflug endgültig verdecken. Schaun mer mal.

Zum Aufbau: Die Teile also endgültig aus der Packung genommen worden, grob aneinander gehalten worden – schien zu passen.

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Zuerst waren die 2 Servos zum Einbau dran, dazu musste bei mir am Gehäuseunterteil der Ausschnitt minimal nach unten vergrößert werden. Ich habe bisher noch keinen Baubericht gelesen, wo die Servos auf Anhieb passten – die Passgenauigkeit liegt meiner Meinung nach beim ganzen Bausatz ganz ok, aber ist kein Vergleich mit MPX Modellen. Nach beherztem Ausschneiden passten sie dann aber in die Aussparung hinein, sodass Bewegungen in beide Richtungen ohne Anschlag möglich sind. Zur Montage hatte ich zunächst bei den Servos auf den von mir zuvor schon mal eingesetzten Pattex Stabilit gesetzt.

Ein Riesenfehler, denn dieser verträgt sich gar nicht mit dem Material der F16, während er bei Elapor klasse hält. Der Kleber fing an, das Material zu zersetzten, es half nur das Herausziehen der Servos, Abwaschen mit reichlich Alkohol (Spiritus) und dann nach Abtrocknen und Ablüften eine Montage der Servos mit *viel* Epoxyharz. Zum Glück hatte ich eine 25 Doppeltube vor Monaten bei HC zum testen gekauft, ohne die wäre der Bau bereits hier vorerst zu Ende gewesen…

Dank spaltfüllender Verklebung waren die Servos dann auch bald an Ort und Stelle, da sie im Inneren verklebt werden, hat das dem Aussehen des Modells nicht geschadet. Immerhin. Die Anleitung sah dann die Verklebung der Nasenspitze zwar erst für später vor, schadete aber nicht, sie jetzt schon anzukleben. Also auch eine dünne Schicht Epoxy um die Nase gelegt, Plastikteil drauf – die Sache hielt.

Nächster Schritt war bei das Einschneiden des Rumpfes um Platz für die Servokabel zu bekommen. Diese müssen außen am Impeller vorbeigeführt werden, aber innerhalb des Rumpfs verlaufen. Kein Problem – scharfes Cuttermesser genommen, kurz geschnitzt und schon war Platz für die Kabel.

Der Impeller kommt vormontiert mit dem Motor. Auch der Regler ist schon dran – man sollte aber dringend die Laufrichtung testen. Kurz mit Empfänger und Batterie versehen: Richtig rum. Was die Anleitung nicht erwähnt und was ich auch prompt nicht gemacht habe (und was mich immer noch ärgert…): Man sollte nachdem die Laufrichtung stimmt, die Motorkabel nochmals verschrumpfen. Sie scheinen zwar auch so zu halten – aber ob nach 50 Flügen nicht der Kontakt mal locker wird…?

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Man setzt nun also die Impellereinheit in den Flieger. Da ich zwar mit dem 1800er Akku einen recht leichten habe, später aber gerne auch etwas schwerere Kaliber (2200-2500) fliegen möchte, die ich auch in Minimag/Easystar/Funjet (oder so) nutzen kann, setzt ich den Impeller auf den hintersten vorgeschlagenen Punkt, 40mm hinter die vorgeformte Lippe. Befestigt wird er mit 3-4 Epoxypunkten an der Rumpfoberseite, das Plastikrohr am Ende deckt hervorragend die Servos, Leitungen etc. ab. Gut gemacht finde ich. Man sollte das Rohr möglichst mittig verkleben. Die Schubdüse am Ende hilft aber bei der Korrektur…

Die Leitungen zum Regler werden unter dem Impeller durch nach vorne gelegt. Der Hersteller schlägt vor, den Regler nun einfach mit Klettband (!) am Boden des Einlaufkanals zu befestigen.
Das halte ich aber gelinde gesagt für Schwachsinn. Die Hitze des Reglers würde den Kleber des Klettbandes wohl anlösen, der löst sich dann und schwupps saugt der Impeller den ein. Was dann passiert, wollte wohl klar sein – so also besser nicht.

Auch die mangelnde Belüftung kann zum Problem werden, ich habe reichlich Bauberichte im Netz gefunden, bei denen der Originalregler nach kurzem Flug zu heiß wurde und abbrannte. Mehrere Ideen gibt es, wie man mit passender Montage das beheben kann – ich hab den Regler schlicht hochkant im Luftstrom mit genug Epoxy montiert und die Reglerkabel am Boden mit Tape und Epoxy befestigt. Das sollte den Regler von drei Seiten gut belüften und zudem die Gefahr minimieren, das er eingesaugt werden kann.

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Nächster Schritt war bei mir das Verkleben der Flächen. Im Nachhinein wäre es sinnvoller, zunächst die Decals aufzukleben, aber hinterher ist man ja immer schlauer… Bei den Flächen wird eine dünne Schicht Epoxy aufgetragen und der Flügel dann an der Nut mit dem Rumpf zusammengefügt. Zum Glück trocknet Epoxy ja nach 5 Minuten, die Halterei und Anpresserei nervte trotzdem. Da ich das auch nicht sauber gemacht hatte, habe ich die erste Fläche direkt wieder auseinander genommen und erneut verklebt. Das Epoxy war hier etwas noch gummiartig, da war das noch machbar. Trotzdem schreit das nicht nach Wiederholung.

Das gleiche Theater dann mit Fläche Nummer zwei, dort ging es aber auf Anhieb. Danach habe ich dann erneut die Rumpfunterseite angepasst – saß einigermaßen weiterhin. Um die Einlauflippe zu verstärken, soll hier ein durchsichtiges Plastikteil verklebt werden – das war das am wenigsten passgenaue Teil des Baukastens. Entsprechend sitzt es bei mir auch gerade, hat aber nicht den Kontakt zum Flieger, wie man sich das vorstellt. Hier merkt man den Lowcostaspekt der EF16 deutlich. Das gäbe es bei MPX heute so nicht mehr.
Aber auch hier hat das Epoxy das Dingen an den Rumpf befördert.

Nächster Schritt war das Anbringen von zwei Servoverlängerungen. Ich habe mir das einfach gemacht und einfach Reste aus meinem ersten Twister genutzt. 2 Stücke a 30cm reichen hier dicke aus, ich habe sie gekürzt auf 25cm um weniger Kabelsalat und auch Gewicht an Bord zu haben. Sinnvoll ist es auf jeden Fall die Kabel mit Epoxypunkten zu befestigen und danach abzukleben mit gut haftendem Tape. Das minimiert die Gefahr, dass eins der Kabel in den Impeller gesaugt wird.

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Der große Moment war nun gekommen, die Rumpfunterseite wurde mit der Oberseite verklebt. Die Anleitung empfiehlt hier nur das Setzen von drei bis vier Epoxypunkten. Wenn ich bedenke, das die Rumpfunterseite das ganze Gewicht beim Landen aufnimmt und nicht unmaßgeblich zur Gesamtstabilität des Rumpfs beiträgt… Ich habe also die Zahl der Epoxypunkte pro Seite auf acht erhöht und die Punkte recht großzügig angelegt. Die ganze Sache wieder zusammengepresst, gewartet, weiter gepresst… Und am Ende an der Einlauflippe noch ein wenig nachgeharzt, lieber schwerer und stabil als leicht und er fliegt bei der ersten Landung auseinander.

An dieser Stelle hab ich dann auch die Auslassdüse angeklebt, kann man auch später machen, schadet aber auch hier schon nicht. Einfach ein bisschen Epoxy hinten dran, Düse drauf, das Plastikrohr durchfädeln und nach dem Abtrocknen des Klebers dann das Plastikrohr auf die Länge der Düse kürzen. Sieht gut aus und passt ordentlich – das zentriert auch das Schubrohr etwas, wenn man da nicht 100% passgenau gearbeitet hat.

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Der nächste Schritt war der Einbau der Tailerons. Hier war die Passgenauigkeit… dem Preis des Sets angepasst. Ich verweise gerne darauf, das bei MPX so was nicht passiert im Regelfall – hier war die Passgenauigkeit eher ein grobes Abschätzen. Ich habe mir aber nicht die Mühe gemacht, die Anlenkung zu entfernen und neu einzubauen, lt. Diversen Forenberichten fliegt die F16 auch so stabil und gerade aus genug. Außerdem ist das eine ziemliche Pfriemelei: Also nö. Die Tailerons wurden von mir beklebt (ich hatte aus der Flügelgeschichte gelernt!) und dann (oben und unten beachten, die Flügel müssen „nach unten hängend“) eingebaut. Dazu werden die Tailerons in die Halterung geschoben und auf der Innenseite ein Stab mit Kugelkopf verschraubt. Easy.

Dazu kommt noch das Verkleben der Plastikverstärkungen am Heck, die oberhalb der Taileronhalterungen sitzen. Schade, das diese transparent sind - man kann so hervorragend den eher bescheidenen Klebejob von mir sehen. Hält aber.

Der Kugelkopf wird dann mit einer Anlenkung mit dem Servo verbunden – das war weniger easy. Zunächst schraubt man die Gabelhalter auf das Gewinde der Stange auf. Dann muss das Ganze an den Servo ran - mangels Z-Zange habe ich das mit einer normalen Zange gemacht.

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Zunächst am Kugelkopf angehalten, dann mit Edding auf der Stange markiert, wo der Servo sitzt. Stange abgemacht, gebogen, angehalten, zu Ende gebogen. Anschließend noch das Servohorn erweitert, damit die Stange auch passte – ging. Das Ganze Theater dann auch auf Seite zwei des Fliegers. Eine Fummelei, aber machbar. Deutlich schöner wären vorgebogene Stangen und einfacherweise dann aufschraubbare Gabelköpfe, die man weiter verstellen kann. Sowas hat Carson am Eurofighter genutzt – wäre deutlich besser hier. Aber auch hier zahlt man halt für die Baukastenqualität.

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Nun kann man das ganze einstellen, bei mir ergab sich allerdings ein höherer Wert für Höhe als in der Anleitung vorgegeben. Dort werden 25mm für Seite und Höhe erreicht, bei mir sind es 27mm für Seite und 30mm für Höhe. Ich werde also die Anlenkung ein Loch weiter nach innen setzen, mangels Differenzierung und Expo bei meiner Funke wird das sonst ein zu empfindlicher Flieger.

Was bleibt noch?

Nun, das Aufkleben der restlichen Decals und natürlich der Leitwerkseinbau. Hier wird einfach beherzt Epoxy auf den Boden des Leitwerks gestrichen und dies dann gerade (!) eingesetzt. Bei mir war das Leitwerk leider in sich minimal gebogen. Super. Ich werde da mal mit dem Fön rangehen, hoffe, das es so sich korrigieren lässt. Auch hier wieder das alte Leid mit der Bausatzqualität – die EF16 ist halt kein Highendflieger…

Letzter Schritt sind dann die Versteifungen mittels dieser kleinen Papieraufkleber. Ich traue denen nicht unbedingt viel zu, aber warum nicht – schaden wird es kaum. Diese werden also vor und hinter den Cheaterholes eingeklebt und auch am Flügel kommt je einer dran. Durch die Perforation reißen die aber leicht ein – ob das die Stabilität des Fliegers dann so erhöhen kann…?

Noch die Gatlinggun an der Seite mit genug Epoxy aufgeklebt, die letzten Decals an Ort und Stelle gebracht (leider ist deren Haftbarkeit nicht immer so toll – die weißen Streifen an der Unterseite des Rumpfes jedenfalls sind nicht der Knaller) – und damit ist die F16 auch praktisch fertig.

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Es fehlt noch die Schwerpunktauswiegung – ich schiebe meinen leichten Turnigy Akku dazu nach fast ganz vorne – bis dahin, wo die Cockpiterankerung geht. Das ergibt einen Schwerpunkt genau am vorderen Ende der Cheaterholes, was auch im vorderen Bereich der Empfehlung von Phase 3 liegt. Die haben allerdings volle 3cm (!) als Schwerpunkt angegeben, das ist irgendwie nicht sehr vertrauenserweckend… Sollte mir der Flug immer noch zu kitzlig sein, muss ich leider etwas Trimmblei verwenden.

Ein kurzer Test mit einem 2450er Mystery Akku (die ich aber nicht nutzen kann, die fliegen mir sonst um die Ohren) hat dann ergeben, das der Akku dann in der Mitte des Cockpits liegt. Ein Turnigy Akku der 2650er Klasse mit 20C, was ich als absolutes Maximum überlege, liegt dann ganz am Ende vor dem Empfänger. Ideal werden wohl die 2200er Akkus sein, also ziemlich genau das, was ich geplant hatte.

So, der mehr oder minder stolze Pilot und sein Flugi vor dem Erstflug. Wie immer: So schön wird sie nie wieder aussehen... Und vor dem Erstflug habe ich einen Heidenrespekt...

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