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Cap 232 von Arkai

Ein Bau-, Montage- und Erfahrungsbericht, gefertigt von Jochen...


Die Cap 232 von Arkai - Ein Kunstflugmodell

Schon lange hatte ich den Wunsch nach einem Kunstflugmodell. Mein Lieblingswerkstoff ist eigentlich ja EPP oder ähnliche Schaumstoffe. Aber alles was ich dort gefunden habe, so z. T. sah grottig grausam aus, nee, nee, das wollte ich mir dann doch nicht antun. Plattenbau wollte ich auch nicht, gibt´s ja in Natura genug. Das eine oder andere eines Kleinserienherstellers hatte ich ja gefunden, aber hier für solch horrende Preise, nee, wollte ich auch nicht. Also den Wunsch begraben oder warten. Dann kam die Parkzone Extra heraus, gegrübelt und in Foren gelesen, Entscheidung, nein, zu heftig das Teil. Doch erstmal vertagen die Angelegenheit.

Durch Zufall habe ich beim Stöbern im WWW die hier beschriebene Cap 232 von Arkai gefunden. Bei Ebay habe ich die Cap dann für sage und schreibe 38€ mit Versand ersteigern können.

Die Cap 232 von Arkai gibt es in zwei Ausführungen, einziger Unterschied ist die Ruderklappengröße. Die sog. 3D Version der Arkai hat die breiteren Ruderflächen. Ich habe die "normale" Version der 232 erstanden, konnte mir sogar die Farbgebung aussuchen.  Das Design der Cap 232 von Arkai ist immer gleich nur die Farbe ist einmal in Rot-Tönen und einmal in Blau-Tönen. Bei mir steht nun die blaue Farbvariante.

Nun aber zum Bau der Cap 232. Auf den ersten Bildern seht ihr die zusammengelegten Teile. Sie machen auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck, was man allerdings vom Zubehör von Arkai und der aus dem Netz zu ladenden Bauanleitung von Arkai (bebildert in Deutsch) nicht sagen kann. Das Modell ist aus gelaserten Holzteilen, mit sparsamer Kleberverwendung gebaut und mit Oracover bespannt. Ein Fahrwerksbügel aus dünnem Alu, wird sich zeigen, ob er was taugt. Die Motorhaube und die Radschuhe der Cap 232 sind aus leichtem lackierten Gfk, farblich genau zur Folie passend.

Ruderhörner, Gestänge und Anlenkungen lagen der Cap 232 von Arkai bei, zum Teil aber sehr grottige Ware, die entsorgt wurde.

Als nächstes wurde die Bauanleitung betrachtet, die nach dem nochmaligen Durchschauen, doch einige Verwunderung und ungläubiges Kopfschütteln hervorrief. Davon später mehr in diesem Baubericht.

Aber jetzt, der Baubericht zur Cap 232:

Begonnen habe ich mit der Tragfläche der Cap 232. Die Querruder sind von Arkai fix und fertig anscharniert, werden mit Torsionsanlenkung bewegt, alles pro Flächenhälfte schon fertig. Als erstes öffnen wir die Aufnahmen fürs Querruderservo in beiden Flächenhälften der Cap 232. Anschließend wird der Sperrholzflächenverbinder in einer Hälfte eingeharzt. Nach dem Aushärten wird die Fläche komplett verklebt. Dabei wird die Fläche mit Klebeband und kleinen Zwingen fixiert, damit kein unterschiedlicher Winkel in den Hälfte entsteht. Für die Querruder ist ein Servo lt. Arkai-Anleitung vorgesehen. Nach dem Anhalten am Rumpf und Feststellung, dass Platz vorhanden ist fiel die Entscheidung 2 Querruderservos in die Cap 232 einzubauen. Verwendung fanden zwei klassische 8g Parkflyerservos. Dadurch erreiche ich einfache Querruderdifferrenzierung und Programmierung der Servowege. Also ein Brettchen aus 2mm Sperrholz gefertigt, welches die Servos aufnimmt. Die Winkelhebel für die Torsionantriebe müssen mit einem Gewindeschneider M3 oder einer entsprechende Schraube  geweitet werden, denn so lassen sich die Hebel ohne Beschädigung der Fläche der Cap 232 nicht aufdrehen. Hiernach habe ich mir mit Kohlestangen und neuen Clipsen, zwei neue Anlenungern erstellt, denn das beigelegte Material von Arkai ist eigentlich "Rohstoffverschwendung". Da ich noch selbstgebaute MPX-Verbindungen hatte, wurden die kurzerhand verwendet. So erspare ich mir das Gefummel mit Servosteckern am Empfänger. Außerdem bleibt die Mühle bei mir zusammengebaut. Wer bei 930mm Spannweite Transportprobleme hat, hat sowieso andere Probleme. Die eigentlich Justage der Anlenkung der Cap 232 von Arkai erfolgt später.

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Die Fläche war die kleine Hürde zum Warmwerden, jetzt gehts an den Rumpf der Cap 232. Da wir uns langsam steigern wollen, pappen wir jetzt die Leitwerke ein. Zuerst werden mittels Lötkolben die entsprechenden Stellen von Folie befreit. Der Hersteller Arkai geht bei dem Einbau des Höhenruders einen sehr umständlichen, fehlerbehafteten Weg. Ich bin allerdings auch drauf hereingefallen. Deswegen möchte ich beim Einbau nur die Bilder sprechen lassen. Meine Bilder geben etwas ausführlich die Bauanleitungsvariante von Arkai wieder. Zweifelsohne ist es so machbar, aber mit Schwierigkeiten verbunden. Besser ist es, das komplette Höhenleitwerk fertig zu bauen, anschließend sägt man in der Verlängerung des Schlitzes im Rumpf einen Keil in der Stärke des Höhenruderbrettchens heraus. Nun schiebt man das vollständige Höhenruder in die Cap 232 und verklebt es. Der Keil wird jetzt wieder eingeklebt. Den Schnitt verdecken wir beidseitig mit einem Stückchen Folie. Bei der Anleitungsvariante ist einfach die Gefahr, dass die beiden Ruderflächen der Cap 232 von Arkai nicht verzugsfrei sind. Außerdem besteht noch die Gefahr der Verwindung der beide Ruderflächen, immerhin werden sie, wie üblich in dieser Größe nur einseitg angelenkt. Wie dem auch sei, nach längerer Fummelei funktioniert auch die Anleitungsvariante, wobei ich mir das Ruderhorn, ein paar Kohlestückchen und Epoxi zu Hilfe genommen habe, um das Höhenruder zu versteifen.
Wie das ganze aussieht seht ihr auf den nachfolgenden Bildern. Einbau der Dämpfungsflächen, Anscharnieren der einen Ruderfläche mit Verbinder. Verkleben der zweiten Ruderfläche, Einkleben des Ruderhornes mit Kohlestückchen und Harz zur Abstützung.

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Seitenruder der Cap 232 von Arkai

Der Einbau des Seitenruders ist wesentlich einfacher als wie beim Höhenruder. Auch hier wieder die Folie an den Klebeflächen mit dem Lötkolben entfernen. Keinesfall ein Messer nehmen, damit verletzt man die Maserung des Holzes und man schafft eine "Sollbruchstelle" beim Arkai-Modell. Erst einmal die Ruderfläche der Cap 232 anscharnieren. Anschließend Passprobe im Rumpfschlitz und Anzeichnen der Position des Ruderhorns. Herausnehmen, Bohren und Ruderhorn befestigen. Übrigens dievon Arkai beiliegenden Ruderhörner sind qualitativ ganz in Ordnug und sehen auch nicht schlecht aus. Jetzt kleben wir die komplette Rudereinheit in die Cap 232 von Arkai. Ich nehme für so etwas i.d.R. Epoxi, da habe ich noch eine wenig Zeit zu korrigieren. Das alle im richtigen Winkel auszurichten ist versteht sich ja von selbst. Achso, fast vergessen, im Seitenruderblatt wird noch ein Hecksporn versenkt, wer will, kann den Draht so biegen, das ein kleines 20mm Rädchen noch Platz hat.

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Servo-Einbau

Nun kümmern wir uns um Servoeinbau für Höhe/Seite. Für die Cap 232 von Arkai reichen auch hier zwei Servos der 8-10g Klasse. Wir haben es ja schließlich nicht mit einer 12Kilo TOC-Maschine zu tun. Die Anleitung von Arkai sieht vor die beiliegenden seltsam verzinkten 1mm Drähte zu verwenden. Eingeklebt im Rumpf waren 3mm Bowdenzugrohre. Warum darin 1mm Drähte laufen sollen ist mir schleierhaft, da baut man ja von vornherein unnötiges Spiel, bzw. Stellungenauigkeiten in die Anlenkung der Cap 232 von Arkai mit ein. Das können wir bei einer Kunstflugmaschine nicht gebrauchen. Also aus dem Fundus oder von freundlichen Mobala ein 2mm ABS-Röhrchen und einen 0,8mm Draht besorgt und zwei schöne leichtlaufende Züge gefertigt. Am Ruderhorn abgewinkelt, mit einem Stückchenaufgklebtem Rohr gesichert und ganzleicht auf Drehspannung eingeklemmt, da kann auch nix herausrutschen. Wie´s aussieht zeigen euch die nachfolgenden Bilder.

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Das Fahrwerk

Jetzt wäre Zeit fürs Fahrwerk der Cap 232 von Arkai. Erste Maßnahme ist das Anzeichnen der Position am Rumpf der Cap 232. Das Fahrwerk ist ja schon gebohrt. Am Rumpfkopf vor dem Flächenausschnitt hat der Konstrukteur Arkai einen Absatz gelassen. Dieser wird später von der Motorhaube überdeckt. Nach dem Anzeichnen wird aber noch nicht gebohrt und zwar aus folgendem Grund, die Anleitung zur Cap 232 von Arkai sieht vor das Fahrwerk mittels zweier Blechschrauben direkt in 3mm Balsa zu befestigen. Jede, auch der unerfahrenste Modellflieger/-bauer kann sich an einem Finger abzählen, was bei einer Landung passiert. Diese Vorgabe aus der deutschen Bauanleitung von Arkai zur Cap 232 ist einfach nur lächerlich. Man kann auch nur schwer erahnen, was sich die Fa. Arkai zugehörig zur Renus-Gruppe dabei gedacht hat, so eine grottenschlechte Anleitung zu verfassen. Zu allem Übel gibt es ja gar keine andere! Aber Leute, seit auf der Hut, es kommt noch viel besser!

So, genug gemotzt, zurück zum Fahrwerk der Cap 232. Da normale Farbe auf dem Alufahrwerk schlecht hält, verzichte ich auf eine Lackierung. Stattdessen wird der Bügel ordentlich entgratet und schön poliert. Die Radschuhe des Arkai-Modells werden angepasst, auf der Montageseite innen mit einem Stückchen dünnem Sperrholz oder Epoxi verstärkt, gebohrt und mit Rad und Bügel verschraubt. Bevor das komplettierte Fahrwerk an den Rumpf der Cap 232 geschraubt wird, muss dieser Bereich unbedingt verstarkr werden. Dazu brauchen wir etwas 48g Glasmatte, Micro-Balloons, Baumwollflocken und Glasschnitzel. Natürlich auch Epoxi, aber nicht die 5Minuten Variante, sondern 24Stunden Laminierharz. Die Glasmatte wird entsprechend groß geschnitten und innen in den Rumpf der Cap 232 im Bereich der Aufnahmefläche eingelegt. Hier in dem Fall etwa 7cm x 3cm, 3Stücke schneiden wir uns zurecht. Anschließend mischt man sich ausreichend Harz an, versetzt das mit den obigen Zutaten, aber nur soviel reinmischen, das dass Harz noch läuft und die Glasmatte durchtränken kann. Etwa 30Minuten haben wir Zeit das jetzt zu machen, dann fängt das angemischte Harz an zu gelieren. Jetzt im Wechsel, Glasmatte -- Gemisch -- Glasmatte -- Gemisch -- Glasmatte und der Rest des Harzgemisches. Nach jedem Einlegen von Glasmatte wird diese immer vor dem Einlegen des nächsten Stücks angetupft, so dass die Matte richtig durchnässt ist. Jetzt wird der Rumpf der Cap 232 von Arkai so aufgestellt, dass das Harz sich schön gleichmässig verteilt und aushärten kann. Im Heizungskeller gehts natürlich etwas hurtiger.

Nach dem Aushärten bohrt man 2 Gewindelöcher für M3 oder M4 Gewinde, ergo 2,5mm oder 3,2mm. Anschließend schneidet man das entsprechende Gewinde einfach in den Rumpf der Cap 232, weil unter dem Balsaholz liegen ja 5mm Harzverguss. Bevor der Bügel verschraubt wird härten wir das Balsaholz von außen mit dünnflüssigem Sekundenkleber. Falls was in das Gewindloch fällt, nochmal nachschneiden.

Nächster Arbeitsgang ist das Zuschneiden eines 2mm dicken Moosgummistreifen, der unter den Bügel kommt und als Dämpfung zum Rumpf Cap 232 dient. Der Fahrwerksbügel wird jetzt mit Nylonschrauben so fest angeschraubt, dass das Moosgummi gerade so gepresst wird. Natürlich ist dieses Fahrwerk mit den kleinen Rädern und den Puschen nur was für Golfrasen, besser Wimbledonrasen oder eine glatte Hartpiste. Das dürfte jedem einleuchten. Durch diesen Aufwand und der Bruchsicherung durch Nylonschrauben beugen  wir der  Gefahr eines Rumpfbruchs vor. Ob wir´s verhindern können und was das Fahrwerk der Cap 232 von Arkai aushält wird der spätere Flugbetrieb zeigen.

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Die Motorhaube der Cap 232

So, als nächstes hätten wir die Motorhaube der Cap 232. Das Loch für den Propwellenaustritt ist ja schon vorhanden. Es werden nun noch die beiden Kühllufteinlässe nebendran mit dem Dremel ausgefräst. Jetzt schieben wir die Haube mal auf den Rumpf des Arkai-Fliegers, aber bei montiertem Fahrwerk. So richtig aufschlüssig ist auch hier wieder die Anleitung von Arkai nicht. Als Maß der Dinge nehme ich die Kante des geöffneten "Kofferraums" an. Ich meine natürlich den Akkudeckel. Vorerst schieben wir die Haube erstmal auf die Cap 232, dabei stellt man fest, da ist ja das Fahrwerk. also zeichnen wir die Position an und schneiden ein Schlitz mit dem Dremel rechts und links hinein. Haube wieder zur Passprobe aufschieben. Die Schlitze werden so lange verlängert bzw. verbreitert bis die Haubeder Cap 232 von Arkai fast spannungsfrei aufgeschoben werden kann. Am Ende ist dann die Befestigung des Fahrwerksbügels verdeckt. Die Haube wird allerdings erst nach vollständiger Motormontage festgeschraubt. Die Löcher können wir aber schon in die Haube bohren.

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Bevor wir zum härtesten Bauabschnitt kommen, eine kleine Lockerungsübung. Die Kabinenhaube der Cap 232 von Arkai wird angepasst. Also einfach mit einer Schere an der geprägten Linie ausschneiden. Dafür eigent sich am besten eine spezielle Lexanschere von den RC-Car Fahrern. Wenn man selber so etwas hat, um so besser. Ansonsten tut es auch eine stabile Schere mit kurzen Schneiden. Mit Schleifleinen wird noch die Schnittkante entgratet, fertig. Anschließen werden vier Löcher 1,5mm am unteren Rand gebohrt.
Beim Anpassen ist dann eine 3.helfende Hand nicht schlecht. Der- oder diejenige hält die ausgerichte Haube auf dem Arkai-Modell, der andere zeichnet 4 Löcher zum Befestigen an. Anschließend werden die Löcher mit einer Picke angestochen und die Haube der Cap 232 mit kleinen Treinschrauben einfach angeschraubt. Fertig.

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Der Motoreinbau

Fast der Endspurt, aber der schwierigste Part beim Bau der Cap 232. Wie schon erwähnt, ist die Download-Bau-Anleitung für die Cap 232 von Arkai sehr dürftig, unverständlich und schlichtweg nicht zu gebrauchen. Aber das, was ich bisher zum Motoreinau hier abgelassen wird ist das Übelste, was ich bis dahin gesehen habe, da kommt noch nicht mal eine Google-übersetzung vom Chinesischen ins Deutsche mit. Fangen wir mal mit den Motorvorschlägen aus Anleitung und der Website von Arkai an. Die Vielfalt reicht vom Innenläufer über verschiedene Außenläufer von 60 bis 140g!!!!!!! In der Anleitung ist sogar noch ein NiMH-Akku abgebildet und vom Verbrennereinbau sind auch Abbildungen zu sehen. Aber das härteste Bild  in der Anleitung ist die Befestigung eines 28mm Innenläufers mit zwei Kabelbindern. So etwas ist verantwortungslos und ein absolutes No-Go.

Deswegen meine Konstruktion, angelehnt an größere und stärkere Modelle. Nachfolgend möchte ich sie beschreiben:

Bei der Motormontage kommt uns ein Element zu Hilfe, dass manch einer von den GWS-Styromodellen her kennt. Die Stickmountmontage ist an sich nicht schlecht, aber für ein Kunstflugmodell, wenn auch nur in der Parkflyergröße, sicherlich nicht optimal.

Aber dieser 10er Vierkant hilft bei der Neukonstruktion ungemein, weil er mit Zug und Sturz im Rumpf eingeklebt ist. Erster Abschnitt war das Ermitteln der Baulänge unter der Haube. Dazu habe ich ein abgedrehtes Stück Rundholz provisorisch am Stickmount befestigt, dann die Haube bis in ihre vorgegebene Position aufgeschoben, auf das Rundholz den passenden Spinner aufgeschoben und alles zueinander ausgerichtet. Jetzt konnte ich mit einer Schieblehre auch messen, wie weit der Motorspant vom ersten Rumpfspant der Cap 232 von Arkai entfernt ist. Ebenso konnte ich den Abstand Mitte Propellerwelle bis Unterkante Stickmount errechnen. Zweiter Abschnitt ist Aufzeichnen und Aussägen eines zusätzlichen Rumpfspants und des eigentlichen Motorspantes. Der Motorspant wird mit einem Vierkantloch und einem Loch zur Kabeldurchführung versehen. auch werden die Befestigungslöcher des verwendeten Motors gebohrt. In die Ecken des Motorspantes und des Rumpfspantes werden mit einem 5mm Bohrer Vertiefungen eingebohrt.

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DritterAbschnitt, Einkleben des zusätzlichen Rumpfspantes und des Motorspantes in die Cap 232 von Arkai. Der Rumpfspant wird mit Epoxi auf den Rumpf geklebt. Mit kleinen Klammern von innen her schön pressen. Der Motor wird jetzt mit Vorspantmontage an den Motorspant geschraubt. Diese Einheit fixieren wir mit Sekundenkleber am Stickmount, dabei ist drauf zu achten, dass der Motorspant absolut rechtwinklig in waagrechter und senkrechter Ebene zum Stick sitzt. Warum? Wie Eingangs schon gesagt, der Stick ist mit Seitenzug und Sturz versehen. Anschließend wird der Spant ordentlich mit Epoxi am Stick vermufft. Das man die Motorbefestigung nicht so lassen kann, dürfte jedem klar sein, wäre ja wie mit einem "Siemens-Lufthaken".

Im Motorspant und im Zusatzspant sind ja die Vertiefungen eingebohrt. Aus 4mm Kohlerohr fertigen wir jetzt Abstützungen, die in diese Vertiefungen eingeharzt werden. Die Röhrchen sind dabei auch schräg anzuschleifen, um möglichst tief in den Vertiefungen einzutauchen. Sie dürfen aber nur so lang sein, dass sie in den Vertiefungen nicht klemmen. Dadurch würde Sturz und Zug verändert werden, bzw. der Spant stünde auf Spannung. Mit eingedicktem Harz wird erst eine Seite, dann die andere verklebt. Nur ein Frontalaufschlag der Cap 232 von Arkai zerstört jetzt die Motoraufhängung oder eine extrem unwuchtige Luftschraube.

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Regler und Akku in die Cap 232

Vierter Abschnitt, Einbau von Regler und Akkubefestigung in die Cap 232 von Arkai. Der 30A Regler wird jetzt mit dem Motor verbunden. Mit der provisorisch aufgebauten Funkanlage wird der Antrieb auf Drehrichtung überprüft. Passt es, wird der Regler mit Klett an der Seitenwand befestigt der Cap 232 von Arkai. Die Motorkabel werden in einem sanften Schwung verlegt und mit Kabelbindern festgelegt. Innen auf das Akku-Lochbrett wird ein großer Klettstreifen geklebt, der dann den Akku sicher hält. In diesem Fall einen 3S 1600mAh Lipo. Nun wird die Haube der Cap 232 aufgeschoben, aber noch nicht verschraubt. Propeller mit Spinner wird ebenfalls komplett montiert. Jetzt wird sie Haube so ausgerichtet, dass zwischen Spinner und Haube ein gleichmäßiger Spalt entsteht. Jemand anders sollte die Haube jetzt mit Klebeband fixieren, damit man sie anschließend mit 4 Treibschrauben am Rump befestigen kann.

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Letzte Taten

Empfänger in die Cap 232 von Arkai einbauen, Servos anschließen, Regler und Ruderausschläge einstellen und programmieren. Zu guter letzt noch das Auswiegen. Das Regleranschlußkabel bekommt noch einen Ferritring zur Störungsdämpfung eingeschlungen. Der Empfänger wird mit Tape an die Seitenwand geklebt, alle Servos werden eingesteckt. Erst werden die Ruderpositionen Mechanisch so gut wie möglich eingestellt, den Rest macht die Funke. Expo sollte man für den Erstflug aus Sicherheitsgründen programmieren, genauso wie verringerte Ausschläge. Später, wenn man mit dem Vogel vertraut ist, kann man die Programmierung seinem Empfinden anpassen.

Den Akkudeckel der Cap 232 von Arkai kann man mit Magneten oder auch transparentem Klebeband befestigen. Jetzt erfolgt eine Funktionsprüfung, Motor, Ausschlagrichtung der Ruder und, und. 

Wenn alles passt wird noch ausgewogen. In meinem Fall fehlten der Cap 232 von Arkai vorne noch 15g Blei. Das ist zu verschmerzen.

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Fazit zur Cap 232 von Arkai

Schönes Modell, handlich, Holz und Folienverarbeitung gut, Zubehör teilweise zu gebrauchen, Anleitung unterirdisch, ebenso wie vorgebenene Detaillösungen von Arkai. Hier sollte der Vertreiber schleunigst nachbessern. Aus diesem Modell, mit einer vernünftigen Anleitung und besseren Details ist vielmehr herauszuholen als jetzt. Das gleiche gilt für ein etwas bekannteres Modell, was ich demnächst präsentieren werde.

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Grüße Jochen


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  • Kai

    veröffentlicht am 2011-11-20 19:50:02

    Hallo Jochen,

    nach langen hin und her, habe ich mich nach Deinem ausführlichen Baubericht ebenfalls für die Cap 232 von Arkai entschieden.
    Deine Tipps waren sehr hilfreich, die Lösung mit dem Moosgummi am Fahrwerk hat wunderbar funktioniert.
    Die Cap habe ich mit einem Himax 35 bestückt. Das fertige Model kommt auf ein Gewicht von ca. 900g mit einem 3S 1500 mAh Akku. In der Bauanleitung von Arkai steht was von einem Akku mit 2200mAh, wie bekommt man den so einen großen Akku in den Flieger?
    ....
    jetzt zum Erstflug. Schwerpunkt habe ich nach Anleitung angenommen. Aufgrund des schweren Motors sitzt der Akku auf der Fläche und nicht im Akkuschacht.
    Luftschraube habe ich eine 10x5 verbaut.

    Nach dem Ersflug war ich ziemlich enttäuscht, die Cap finde ich ziemlich schwer zum händeln, bei größeren Ruderausschlägen rollt sie sofort über eine Seite weg.
    Ladung ist mir nur mit einer sehr hohen Geschwindigkeit gelungen.

    ....@Jochen wie schwer ist denn Deine Cap und wo liegt der Schwerpunkt, fliegst Du die Cap eher Kopf oder Schwanzlastig?

    Gruß Kai

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  • Markus

    veröffentlicht am 2011-09-21 21:10:26

    Ich hab die eben als Bausatz noch frisch hier liegen. Was für ein Motor hast Du denn drin und was wiegt der (vom Aussehen würd ich auf einen 35mm Motor ca. 80g tippen)? Ich frage damit ich mir nicht einen Wolf such nach einem leichten Motor und dann muß ich danach Blei reintun.

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  • Andre

    veröffentlicht am 2011-07-25 12:11:30

    Hallo Jochen

    Ich habe selber auch die Cap von Arkai.
    Ist ein schönes Flugzeug in guter Grösse nur fliegen will es nicht so wie ich es erwartet habe.

    Wenn ich mehr als 5mm Höhenruder gebe rollt die Cap immer nach links weg. Alle gängigen Fehler (Schwerpunkt, Seitenzug etc.) kann ich ausschliessen. Auch rollt die Cap auf die entgegengesetzte Seite der Höhenruderanlenkung - also diesen Fehler auch ausschliessen.

    Hat deine dieses Problem auch ist es wohl Konstruktionsbedingt. Sonst bin ich ratlos.

    Freue mich auf eine Antwort

    Andre

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