Raven II von Staufenbiel
Ein kurze Vorstellung des Raven II von Staufenbiel, zur Verfügung gestellt von Jochen...
Hallo,
Den Raven gibt es jetzt schon mittlerweile in der dritten Generation aus dem Hause Staufenbiel in Hamburg. Ein 170cm spannender E-Segler mit Gfk-Rumpf und Oracaver bespannter Rippen-Balsabeplankter Fläche.
Hier soll aber die Rede vom Staufenbiel Raven II sein, im Besitz meines Freundes Karl-Heinz.
Das Modell kommt fertig mit Folie bespannt, auch Servobrettchen und Bowdenzüge sind eingeklebt. Ein Dymond Brushless Aussenläufer, Klapp-Propeller und ein Alu-Spinner gehören mit zum Lieferumfang. Ein 11 Volt Ein 3S LiPo- Akku, ein Regler und vier Servos muss man sich noch zulegen.
Der Raven II ist als ARF beworben, aber ganz so simpel, so in Richtung zusammenstecken und fertig. Leider ist es ganz und gar nicht so, leider, beim Raven II von Staufenbiel ist doch noch etwas mehr zu bauen / basteln.
Die Bespannung war ganz okay. Am Rumpf waren diverse Nacharbeiten zu erledigen, wie zum Beispiel ein schiefe Flächenauflage und verdehtes Leitwerk. Durch Beischleifen und Auffüttern der Auflage wurde dieses Manko behoben. Die Bowdenzüge waren nicht gerade tauglich eingeklebt und auch sehr hakelig. Mit Polieren der Züge und Silkonspray liefen sie dann doch noch recht leicht. Die Flächen wurde ein wenig nachgebügelt und passte auch ganz passabel zusammen.
Karl-Heinz konnte den Staufenbiel Raven II für einen äußerst günstigen Preis kaufen, gebraucht, aber ungebaut, da kann man mal ein Auge zudrücken. Sind die kleinen Schwierigkeiten überwunden, hat man einen recht formschönen und ganz gut funktionierenden E-Segler.
Der Bausatz des Raven II war nicht mehr als befriedigend.
Das Modell lässt sich leicht starten und zieht gut nach oben weg. Wer Geschwindigkeit will, muss andrücken. Mit 45° Steigflug hat er keine Probleme. Loopings, Rollen, Rückenflug sind mit dem Raven II auch kein Problem. Heruntergestochen pfeift der Raven wünderschön. Aber er hat nich den Durchzug, die Geschwindigkeit in Höhe umzusetzen. Kunstflug geht ok, aber nicht in die Vollen. Im Langsamflug lässt sich der Raven sehr feinfühlig und direkt steuern. Beim Überziehen nimmt er die Nase nach unten und bleibt beherrschbar. Trotzdem hat Karl-Heinz sichtlichen Spass daran, das den Raven II zu fliegen.
Eine Thermikschnüffler ist der Raven nicht, aber bei guter Thermik bleibt er schon ein wenig länger oben. Am Hang gehts wohl noch ein wenig besser.
Meinung: Softer Hotliner, der Raven von Staufenbiel kann alles, Segeln und Kunstflug, aber keine Kategorie sticht besonders heraus. Er ist mehr ein Allrounder für den fortgeschrittenen Anfänger.
Grüße Jochen
Hier noch das Video zum Staufenbiel-Modell:
Lesenswert ist auch der Baubericht zum DG 1000 von Hype.
