Peter zeigt seinen RC-Helikopter - AH1 Cobra (Beispielbild)

Bell AH-1 Cobra Scale RC-Helikopter

Peter Reinhardt zeigt uns seine Version einer Huey-Cobra. Er verwendet dazu eine Logo 400 Mechanik und einen Scale-Bausatz von Approach Engineering...

Nachdem mir schon lange ein Scale Projekt vorschwebt, hab ich mich jetzt endlich an die Verwirklichung gemacht! Gebaut werden soll eine Cobra. Und das sind die verwendeten Komponenten:

eCobra von Approach Engineering
Logo 400 Chassis
Hacker Motor (für den L400)
3 x Savox auf der TS
1 x BLS 251 am Heck
1 x Jive 80+ LV
1 x Futaba 6014 2,4GHz
2 x Microservos (No-Name) für die Bewegung der Bordkanone
1 x programmierbare Servosteuerung Motion Servo von Millumi
1 x Beleuchtungsanlage - modifiziert

Mir war klar, dass ich den Licht und Steuerkreis für die Kanone vom restlichen Bordnetz trennen muss, daher kommt dort ein 2s Lipo zum Einsatz.

Der Bausatz ist fast ausschliesslich aus Balsa und Sperrholz ausgeführt, einige Komponenten (Doghouse) auch aus tiefgezogenem Kunststoff! Der Zahnriemen wird umgelenkt und dadurch der höhergesetzte Heckrotor der Cobra ermöglicht! 

e Cobra e Cobra
e Cobra

Als Klebematerialien wurden Sekundenkleber in verschiedener Viskosität und 5 min Eroxy verwendet. Das hält auf Holz bombenfest und lässt sich nur durch Gewalt trennen. Als erstes baut man den Rumpfkasten. Das geht dank der Lasergeschnittenen Holzteile kinderleicht! Die Durchbrüche am Boden dienen der Gewichtsredunktion. Der Boden ist aus Sperrholz. Die fehlenden Durchbrüche werden durch Balsateile ausgefüllt! So hat man gute Stabilität mit optimalem Gewicht! 


Nun ist das Heckrotorgehäuse dran. Es wird aus Sperrholzteilen geklebt und enthält auch die Umlenkung des Zahnriemens. Auch die Umlenkung der Heckrotoranlenkung findet man hier. Schön langsam wird ein Helikopter draus!



Nun kommen alle Spanten in den Rumpf und dieser Abschnitt ist damit wetestgehend abgeschlossen.

Als nächstes waren laut Bauanleitung die Rocket Pods und die Hellfire Rohre an der Reihe. Würde ich die Cobra nochmals bauen, würde ich mir das zum Schluss aufheben, weil es für den "Baufortschritt" als solches unwichtig ist! Man verbringt an der Bewaffnung jede Menge Zeit mit Schleifarbeiten. Als mein "Ultimatives Schleifwerkzeug" hab ich mir Schleifpapier in 5 verschiedenen Körnungen auf kleine Holzleisten geklebt (mit Superkleber) und nach Verbrauch einfach abgerissen und eine neues draufgeklebt! Hat sich sehr bewährt! Für grössere Materialabtragungen habe ich mir einen Balsahobel zugelegt - scharfes Teil!


Nun waren die Waffenträger und Heckflügelstummel dran! Die Waffenträger werden aus Spanten gebaut und mit Balsa beplankt, die Heckflügel sind aus "Vollbalsa" - das bedeutet wieder: Richtig! Schleifen, schleifen, schleifen.... das werden wir noch öfter hören!Lächeln
Zu den Waffenträgern: Da sie beplankt sind und dadurch hohl, kann man JETZT die Verkabelung der Positionslichter berücksichtigen! Ich hab das leider nicht gemacht und das Zeugs nachträglich einzubauen, war ein ziemliches Gefummel! Besiegelt


Nun war der "Bodenzugang" dran. Das ist ein Deckel, der von zwei starken Magenten am Heli gehlten wird und später einen Zugang von unten zum RC-Helikopter ermöglicht. Man kann dort entweder den Lipo-Akku einfädeln oder jedesmal das Cockpit abnehmen - wie man will! Der Deckel besteht aus Balsaleisten und einem Balsabrettchen. Er wird wieder schön rund geschliffen! Nun noch die Heckrotorabdeckung gebaut - könnte man sich auch für den Schluss aufheben, die Trimmflüge wird man sowieso ohne machen!



Zu diesem Zeitpunkt wollte ich noch meinen Logo 500 für den Antrieb nehmen. Wie man sieht, wurde hier "Maß genommen"! Es hat sich jedoch herausgestellt, dass der Zahnriemen nicht passen würde und ich mich nicht darauf einlassen wollte, einen fertigen Vogel ohne Heckantrieb herumstehen zu haben! Also wurde ein Logo 400 geordert.


Hier der Aufbau des Turbinegehäuses. Es besteht aus Sperrholzspanten und einem ausgeklügelten System aus Balsabrettchen und Beplankungen! Das Teil ist wirklich eine "Challenge", besonders wenn man so etwas vorher noch nie gemacht hat. Aber Holz ist ein Werkstoff, der viel verzeiht und es liegen auch noch genug Balsa-Abfälle herum die man zum ausbessern verwenden kann!




Turbineneinlässe und Cockpit waren die nächsten Teile auf meiner Liste! Nach der ersten Passprobe kann man schon erahnen, dass es einmal eine Cobra werden könnte!




Nun kam ich auf die glorreiche Idee, das Heckservo in den Hubi zu verpflanzen. Da wäre er dann rech nahe am Steuergestänge und von der Balance vielleicht auch besser.
Nur als Warnung: Macht es NICHT so wie ich, ich musste das ganze Zeugs wieder rausreissen, da es sich im Endeffekt als nicht praktikabel herausgestellt hat! Ein andere Platz ist VIEL besser dafür geeignet! Trotzdem möchte ich euch gerne an meinem scheitern teilhaben lassen!



So, endlich die richtige Position für das BLS gefunden, so wurde es eingebaut und so bleibt's jetzt auch! Mein erster Versuch hat gezeigt, dass das Gestänge immer eine leichte Biegung aufgewiesen hat, die das Servo zwar 'deschoben' hätte, aber halt mit mehr Kraft - (und daher auch Energie-) Aufwand!



Hurrah! Die Beleuchtung ist da! Es ist zwar eine für den Airwolf, aber wurscht! Ein heisser Lötkolben und ein paar Drähte werden dem schon Abhilfe schaffen! Der erste Versuch hat gezeigt, das das gute Teil tadellos funktioniert. Die ersten LED schon mal probehalber in den Waffenträger eingebaut - alles blinkt und leuchtet! Das Christkind kann kommen! Lächeln



Und jetzt zu etwas sehr spannendem: Schleifen des Rumpfes, bis das Ding schön rund ist! Braucht nur ein paar Stunden, schon hat man's! Irgendwann hat das Schleifen etwas meditatives  Lachanfall


Der Logo 400 ist eingetroffen - der Aufbau geht schnell voran (hab das ja schon ein paarmal beim L10 und L500 gemacht). Erste Stell - Passung im RC-Heli - muss noch etwas "unterfüttert" werden bis er schön gerade drinnen steht! Ja, das Domlager ist aus Keramik! Man gönnt sich ja sonst nix... Winken) Die original Mikado - Rotorblätter schauen auf einem Scale Heli nicht so gut aus. Später kommt dann also noch was anderes drauf!



4 Einschlagmuttern - und schon ist das Ding drinnen!




So, jetzt war mein erster Laminierversuch dran! Ich muss dazu vorausschicken, dass ich das mit Epoxy vor langer, langer Zeit zum letzten mal gemacht habe! Damals haben wir Surfbretter geshapt und dann laminiert (Torsten aka Optibit weiss, wovon ich spreche!Lächeln) er im Wohnzimmer, ich im Keller! Da war eher Grobmotorik gefagt!

Also erstmal eine Briefwaage kaufen, Laminierharz und ganz leichtes Glasfasergewebe. Dann meiner Frau einen Plastikbecher geklaut (hab blöderweise keine Pappbecher daheim) und los gehts!

Harz gewogen, gemischt und drauf mit dem Gewebe auf den Deckel! Mit einem Pinsel verteilen und mit einer (abgelaufenen!!!) Kreditkarte das überschüssige Harz abziehen.
Möglichst alle Falten wegdrücken, fertig! Dann noch die Schere putzen, die man eingesaut hat um das überschüssige Gewebe abzuschneiden. Gar nicht so schwer!



Die Maschinenkanone ist ursprünglich nur drehbar ausgeführt. Das war mir zu wenig, also wollte ich auch die Möglichkeit zur Bewegung in der "Auf und Ab" - Achse realisieren! Dazu habe ich in der Aufhängung zwei Kugellager eingebaut und mit Carbonröhrchen die Drehachse realisiert. Nun kann man die Kanone schwenken und auf und ab bewegen! Die Drehachse wurde ebenfalls gegen ein Carbon Rohr ausgetauscht, um oben ein Servohorn anbringen zu können! Im Rohr soll ein Draht verlaufen, der die Auf - und Ab Bewegung realisieren soll!



Die zwei kleinen Servos aus Hong Kong sind eingetroffen. Es sind "9103MG Metal Gear Servo 4.4g / 0.8kg / .12sec" - reichen voll aus! So sind die Dinger verbaut - kleine Carbonplatten auf Kiefernleisten:



Hier noch ein paar kleine Details der Maschinenkanone - hab ihr für hinten eine Aufhängung gespendet!


Übrigens musste noch meine MagLite dran glauben, für einen Landescheinwerfer!


Für meine "Extra - Servos" an der Maschinenkanone hab ich mir eine stabilisierte 5V Versorgung gebaut. Diese Servos & die Beleuchtungsanlage sind vom Bordnetz vollkommen getrennt und werden von einem 2s Lipo versorgt:

1 Stk 7805 Festspannungsregler
1 Stk Schrumpfschlauch
Kabel
und ein bisschen Zeit zum Löten....

Und das kommt dabei raus!


Nun zur Servosteuerung: Die Platine ist SMD und extrem klein und leicht! Das gute daran: Nur zum Programmieren benötigt man die Tastatur, hat man die Servos einmal "eingelernt", kann man den Tastatur-Teil abziehen und übrig bleibt nur mehr ein Platinchen mit 2,5 x 2,5 cm! Will man später umprogrammieren (die Servos schneller oder langsamer fahren lassen, mehr Beschleunigung, etc.) steckt man die Tastatur wieder an und programmiert neu! Echt simpel...

So sieht es aus:
Bild 1 - Platine mit Huckepack aufgesetztem Tastatur Interface
Bild 2 - Servosteuerung - ohne Interface (das Teil, dass im Heli bleibt)
Bild 3 - Tastaturplatine


Nun sind die nächsten wichtigen Bauteile da: Vstabi, Alu Taumelscheibe, Carbon Heck, VStabi Bedienteil, VStabi Kopf und Trueblood Lehre!


 

Diese zwei Buben werden meine Besatzung darstellen, der Afro-Amerikaner heisst Obama und der bleiche heißt George W.!

Der eine soll straight fliegen und von George dem Gunnner wissen wir ja, dass er auf alles ballert was sich rührt!

Nun habe ich mich daran gemacht, meiner Cobra ein Carbon Heck zu spendieren. Ich bin ja nicht so der Carbon - Junkie, (man sieht es später sowieso nicht) jedoch hat mich Torsten (optibit) darauf gebracht, dass man mit dem C-Heck die Riemenspannung besser kontrollieren kann!

Da der Dremel mein guter Freund ist, wurde erstmal die Flosse weggedremelt. Dann noch mit dem Schleif Dingsbums jede Menge Carbonstaub erzeugt. Voila - und zwei etwa gleich grosse Carbonteile passen tadellos zusammen!


Runter mit dem Plastik Heck, das Carbonteil passt tadellos! Geht zwar stramm auf das Heckrohr, aber das schadet ja nicht! Und man sieht super auf den Riemen drauf und kann die Spannung prüfen!


Nun habe ich dem Herrn Piloten B.O. seinen zukünftigen Arbeitsplatz gezeigt! Dabei habe ich festgestellt, dass mein 6s KoKam massenhaft Platz hat!

Auch die Alu-Taumelscheibe hat ihren Weg auf den Logo gefunden!

Nun wurde guter Stoff vom Zollamt abgeholt. Dem Jungfernflug stand jetzt (fast) nichts mehr im Weg!

Nun wurde endlich der VBar Rotorkopf zusammengebaut.Die Reste wandern in die Ersatzteilkiste! Als nächstes kommt noch die Verkabelung, VStabi-Einbau und Programmierung und dann - ja dann die Implantierung in den Rumpf und hoffentlich bald der erste Testflug! Ich gehs aber lieber etwas langsam an, will den rc-Heli ja nicht gleich beim Jungfernflug zerdeppern!

Der ganze 400er schaut noch ein bissl "Russisch" aus, aber das wird schon...Lächeln

So könnte man die Zentraleinheit und den Sender montieren - Platz ist ja genug! Evtl. auch das Vstabi auf der Seite - werde es entscheiden, wenn ich ihn in den Rumpf einbaue!

So - nun wird wieder einmal herumgesaut - hier das Stillleben:

"Werkzeug mit Epoxyharz"

Vor dieser Arbeit hab ich mich bis jetzt erfolgreich gedrückt. Es geht ans laminieren der Schnauze sowie des Turbinengehäuses (auch "Doghouse" genannt). Da sind verdammt viele Rundungen, Ecken & Kanten drinnen, hoffentlich wird's was...

Glasfasermatte möglichst passend zuschneiden, aufpassen, dass keine "losen" Fäden weghängen! Die sind der Feind (muss man später nämlich alle wegschleifen!). Danach mit Pinsel und Plastikspachtel das Harz auftragen und verteilen. Mit den Latex-Handschuhen komm' ich mir zwar immer wie ein Damendoktor vor, es hilft aber ungemein, die Hände halbwegs sauber zu halten und ausserdem kann man widerspänstige Stellen auch mit dem Finger glätten!

 

Jetzt kommt noch die "Nase" dran, die wird in mehreren Arbeitsgängen laminiert. Ich bin noch lange nicht so gut, dass ich das aus einem Teil könnte.

Matte auflegen - anzeichnen - ausschneiden - laminieren!


Was man auf den Fotos natürlich nicht sieht: Es gibt sehr wohl kleine Wellen und Falten. Das bedeutet natürlich: Schleifen, schleifen, schleifen... grundieren, schleifen, schleifen, schleifen... etc, etc

Nun wurde die Position für den VStabi festgelegt, so kommt man später noch an alle Steckverbindungen! 

Sieht so aus, als müsste ich einige Kabel kürzen... 

Nun wurde die Mechanik und der Akku eingepasst - da ist ja noch mächtig Platz für den Jive und den anderen Kram!


Es lebe das Einmal Skalpell! Nun die überstehenden Mattenreste sauber wegschneiden und - voilá - der Deckel ist offen!

Oh Shit! Hab gerade gemerkt, dass die Gestänge am Doghouse anstossen. Da muss ich wohl Herrn Dremel rufen! Besiegelt
So, jetzt passts! Cool


Hab auch schon ein lauschiges Plätzchen für den Jive gefunden. Die Karbonplatte ist schon zugeschnitten und wird jetzt einlaminiert!

Man nehme Epoxyharz, veredle es mit Glasfasermattenfutzeln und mische alles gut durch! Damit kann man eine sehr stabile Verbindung zwischen Rumpf und CFK Platte erzielen!
Auf diesem Teil werde ich später meinen Jive befestigen. Das Chassis des Logo 400 hat ja nicht wirklich einen idealen Platz für den Regler! 

Der Jive wurde mit Hilfe eines Hakenbandes (gibts von Graupner) auf dem Kohlefaserstreifen befestigt, ebenso der Ein/Aus Schalter von emcotec! Passt alles tadellos...


Die zweite Seite vom Rumpf & Doghouse ist auch schon fertig laminiert. Das muss bis zum Morgen aushärten!

Die Nase ist fertig laminiert, jetzt nur einige Stunden warten, bis das Harz durchgehärtet ist und dann schleifen...

Ok, nun ein Bericht unter dem Motto: "Dummheit wird bestraft"

Hatte beim letzten Mal nach dem laminieren nicht mehr genug Zeit, das Harz durchtrocknen zu lassen. Was tun? Einfach eine Plastikfolie eng über das Laminat gebracht und nach 24 Stunden abgezogen. Hatte doch früher bei den Surfbrettern auch tadellos geklappt für ein perfektes Finish.

Nur: Offenbar war ich zu schusselig. Die Folie ist nicht glatt aufgelegen und jetzt sieht die Rumpfunterseite aus wie ein(e) 150 jährige(r) Oma/Opa!!!!!!

Also: Don't try this at home!!!
Lieber ordentlich durchtrocknen lassen, nicht schusslen... Muss jetzt sehen, wie ich das wieder glatt schleife... 

Nach der ersten dünne Schicht Primer kann man noch nicht viel sagen, ausser dass ich noch jede Menge schleifen muss! Naja, gehört halt auch dazu...

Puh, hab grad gesehen dass der Primer schon trocken ist! Schlimmes Zeugs... und das nach ca. 15 min!

Bei näherer Betrachtung wird erst sichtbar, dass da noch einiges zu tun ist! Die Kanzel wurde erst mit 100er, 120er und dann 600er Papier geschliffen und sieht nun so aus. Die Löcher müssen natürlich alle verspachtelt werden...


Auch am Rumpf werden jetzt die grossen & kleinen Sünden, die man beim laminieren vollbracht hat, sichtbar!

2. Durchgang grundieren...

 


Kanzel und Doghouse - noch 150 mal schleifen, spachteln und grundieren, dann ist es perfekt! Hoffe, man kann mit Nieten & Panelstripes ein bissl schummeln...Winken

Nietenmethode: Werd die Weissleim-Methode nehmen. Hab mir aus den USA Klebebänder mit vielen Löchern mitgebracht, mit denen werd ich es versuchen!

Hab gerade in einem US Forum eine gute Idee gefunden: Mit einem Baulaser kann man absolut parallele Linien auf den Rumpf projezieren, um danach die Nieten aufzubringen! Werd ich einmal versuchen. Auch der rechte Winkel sollte dann damit keine Probleme darstellen!

OK, ich sag einmal als allerersten Versuch kann man es durchgehen lassen. Den verdünnten Weissleim hab ich aus Unwissenheit etwas zu stark verdünnt.

Die Farben, die ich verwenden werde sind

RAL 5004 - Schwarzblau
RAL 1018 - Zinkgelb

Die Kanzel ist fertig verschliffen. Es wurden noch Nieten & Panelstripes aufgeklebt. Nun gehts an die letzte Grundierung, die vor dem Lack aufgebracht wird. Da die Kanzel nur wenig zu spachteln & füllen hatte - also das einfachste Ding am ganzen Heli ist - hab ich damit begonnen.
Die Nieten sind aus unverdünntem Weissleim, das ist nicht unwichtig, denn die erste Version hab ich zu stark verdünnt gehabt. Worauf mir die Nietenköpfe nicht besonders gelungen waren.


Wie macht man eine Schnalle?

man braucht:
Messingdraht
Seitenschneider
Schraubzwinge
Hammer
Dremel
Geduld

Erst den Messingdraht ablängen, dann biegen. Nun das längere Teil in die Zwinge und evtl. noch mit einem kleinen Hammer bearbeiten. Mit dem Dremel in Form schleifen, das wars!


1. Lackierversuch:

Mini Jet Pistole und wasserverdünnbarer Autolack (Standox). Testlackierung auf einem Holzbrettchen um die Pistole einzustellen. Danach ans Objekt!


Kabelschneider und Stangelwerk, da muss ich noch mit dem Pinsel nacharbeiten! Diese feinen Strukturen schafft meine mini Jet nicht, oder ich hol mir von Torsten den Luftpinsel!



Lasset uns pinseln mit der Luft!

Nun ist das Turbinengehäuse dran. War ein Haufen Schleif- und Spachtelarbeit. Dann noch die Panelstripes und die Nieten.

Die Dose mit dem Füllprimer hat heute so etwas produziert:

Hätte die letzte Schicht vor dem Lack sein sollen... Mist, elendiger!
Naja, dann halt alles wieder runter - ist nur um die Nieten schade!
Das ganze nochmals von vorne...

So da, die Dame steht erstmals auf eigenen Beinen!

Es wurde recht viel gespachtelt und geschliffen. Jetzt sieht der Rumpf schon recht passabel aus! Hab vor einiger Zeit die "Sky Soldiers" angeschrieben, deren Lackierung und Design ich übernehmen möchte - gestern Antwort erhalten - no Problem, habe die Zustimmung. Und was nett ist: Sie haben auch einen Link zu einem ganzen Schwupps Fotos mitgeschickt, auf dem die neue Lackierung der Cobra zu sehen ist! Bin ich froh, dass ich die Beschriftung noch nicht gemacht habe....
Hier der Link: http://aviationbuff.smugmug.com/gallery/9103695_vE4wy

Das was man da drauf sieht, nennen die Jungs (und Mädels) "Practice"!

Na bis ich sowas mit meinem RC Hobel praktiziere, wirds noch ein bisschen dauern!

Nachdem ich die Fotos der Cobras studiert habe, ist mir auf der Backbordseite vor dem Turbineneinlass eine tropfenförmige Ausbuchtung aufgefallen!

Da es die bei meinem Kit nicht gibt, hab ich das Teil aus Balsa geschnitten und geschliffen.

So sieht es jetzt aus:

Gestern ist Post aus den USA gekommen, die Aufkleber sind da! Super Qualität, guter Preis und verdammt schnell (unter 1 Woche). Hier habe ich es machen lassen: www.callie-graphics.com

Nun waren die Waffelträger dran, Panelstripes sind schon drauf, jetzt kommen die Nieten! Ich zähl sie gar nicht, bringt eh nix! Das Cockpit nimmt auch schön langsam Form an!


So, drauf sind die Waffelträger!

Was wäre ein Waffelträger ohne Waffel? Obwohl sie eher wie Hohlhippen aussehen:


Durch die sommerlichen Temperaturen etwas aufgeschreckt, hab ich mir einen Mini Lüfter ins Doghouse eingebaut - von hinten siehts fas so aus als ob man Turbinenschaufeln sehen könnte...

Zuerst ein Kohlefaserteil als Halterung ausgeschnitten, dann 4 Schrauben eingeharzt - fertig Arbeit!

Ausserdem soll jetzt endlich das Cockpit fertig werden.


Montageplatte für den Lüfter ist einlaminiert, jetzt noch 20 min warten bis das Epoxi hart ist! Dann werd ich einmal testen, wieviel Luftstrom der kleine Kerl wirklich produzieren kann!

Also an einem 3s Lipo erzeugt der Zwerg einen ganz netten Luftstrom! Dürfte für die Kühlung ausreichen!

Bin gerade dabei, mir das Gehäuse für den IR Jammer zu bauen. Über den Rohling aus Schaum und Balsa wird drüberlaminiert, mal schauen, wie das wird...

Da sind einmal die Bilder vom Rohling!

 


Jetzt das Modell mit Trennwachs einstreichen...


OK, wieder was dazugelernt: Trennwachs und Schaum vertragen sich NICHT!
Einfach alles aus Balsa nachgebaut und laminiert... so schaut's aus!

Was wäre ein Lüfter ohne Lüftergitter? Viele schöne Details findet man auch bei den Kollegen der Scale - Truck Fraktion! Da lohnt sich ein Blick auf deren Anbauteile/Details! Speziell die Ätzteile sind sehr schön und auch im Scale Heli Bereich zu gebrauchen!

Habe den IR-Jammer auf 2 verschiedene Arten gemacht - einmal eine positiv und eine Negativ Abformung! Am ersten Bild sieht man die Original Form aus Balsa. Die wurde verschliffen, einmal mit verdünntem Epoxy eingestrichen und dann mit Trennwachs bearbeitet. Über die Positiv Form hab ich dann 2 Matten Glasgewebe laminiert, einmal 40 Gramm, 1 mal 20 Gramm starkes. Das Ergebnis sieht man in Bild 2! (Gefällt mir persönlich nicht so - aber ich hab ja noch die Original Form! Ich kann das Gewebe nicht so zuschneiden, dass nicht wenigstens einmal überlappungen zustande kommen...und das sieht man dann natürlich!)

Die Negativform wurde mit Gips vom Original abgenommen, die Gipsform mit Trennwachs ausgestrichen und jetzt warte ich noch 24h bis das Harz durchgehärtet ist!


So sieht das positiv aus. Es wird dann mit Gips abgeformt und mit Epoxy laminiert. Keine Ahnung, ob das mit so kleinen Strukturen gut geht...  Aber ich hab ja noch die Option mit dem Vakuum tiefziehen.


Fortsetzung folgt...

 

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