RJX Rotorkopf für 600er Helis
In Kürze bekommt mein T-Rex 600ESP, den ich im April als Align-Komplettset mit Antrieb,
Servos, Gyro und externem BEC kaufte, einen Airwolf-Rumpf von Century-Heli.
Dazu sollte dann auch ein paddelloser Kopf (FBL) angeschafft werden.
Im Internet fand ich einen "50 Size Flybarless Head Systems for 10mm Mainshaft-T-Rex600/600N", so die volle Bezeichnung.
Mir kam der Kopf sogleich bekannt vor, es ist der RJX-Kopf für 50/600er Helis wie er zB bei Hurrican24 als deutschem RJX-Importeur zu bekommen ist.
Oder es ist zumindest ein optisch gleicher Kopf, denn einige Stimmen sagen, dass dies angeblich nicht der originale Kopf sei.
Diesen Kopf wollte ich haben, denn ich hatte ihn schon auf einem Airwolf-Video bei rcmovie gesehen.
So ist der Lieferumfang:
Der Kopf kam sehr schnell aus Hongkong zu mir, und noch auf dem Zollparkplatz öffnete ich neugierig das Päckchen, um die verchromten Teile in Augenschein zu nehmen.
Das sah auf dem ersten Blick schon mal vielversprechend aus, wenn auch leichte Bearbeitungsspuren vom Fräsen sowie etwas unsauber verarbeitete Kanten an den Blattgriffen zu notieren waren.
Eine nähere Betrachtung zuhause ergab dann auch noch etwas billig wirkende Schrauben und Unterlegscheiben. Auch die Schrauben, die die Blattgriffe auf der Blattlagerwelle halten, wirken samt ihrer Unterlegscheiben etwas billig.
Dass ich sie dennoch verwende, liegt einfach daran, dass ich den Airwolf nur mit geringen Drehzahlen um 1500 betreiben werde und weil ich glaube, dass der billige Eindruck nur von der Oberflächenvergütung herrührt.
Für 3D-Flug mit Drehzahlen um 2300 oder mehr würde ich lieber neue kaufen.
Da die Kräfte am Rotor quadratisch zur Drehzahl ansteigen, sind die Belastungen bei der von mir gewählten Drehzahl deutlich geringer als bei 3D-Kampfdrehzahl.
Beunruhigender fand ich da schon die Kunststoff-Kugelköpfe.
Diese sollen offensichtlich mit dem Schriftzug (RJXHobby!--Also doch Original?) vom Kugelbolzen weg montiert werden.
Aus Neugierde und um die Passung zu überprüfen, drückte ich den Kopf mal falschherum auf die Kugel, was diesem gleich den Rest gab:
Das hat mich dann doch etwas nervös gemacht und ich beschloss, beim deutschen Importeur ein Set Kugelköpfe zu bestellen.
Zudem orderte ich O-Ringe für die Kopfdämpfung in 70 Shore, denn die mitgelieferten Ringe mit 90 Shore Härte liessen sich nur mit Gewalt montieren und verliehen dem Kopf Dämpfungseigenschaften in der Grössenordnung von Beton.
Für eine Rumpfheli mit moderaten Drehzahlen sicher nicht das Richtige...
Ein Biegeversuch zeigte, dass die neuen Kugelköpfe von RJX etwas flexibler und nicht so spröde waren wie die aus Hongkong gelieferten.
Sie lassen sich auch nicht falschherum auf die Kugeln drücken und wirken etwas satter beim Aufdrücken.
Diese kann man also verwenden, die anderen schmeisse ich lieber weg.
Eine weitere Schwierigkeit war, dass es mir erst unmöglich war, die Innen- und Aussenschale der Drucklager, die ja verschiedene Innendurchmesser haben, zu identifizieren.
Ich hätte fast darauf gewettet, dass alle Innendurchmesser gleich sind!
Erst mit Hilfe eine Schieblehre, auf deren Innentaster ich die Schalen paarweise aufschob, konnte ich die verschieden großen Durchmesser erkennen.
Etwas eigenwillig scheint mir die Befestigung des Kopfes auf der Rotorwelle: der Jesusbolzen, also die durchgehende Schraube zur Befestigung, hindert den Kopf nicht an Wackelei auf der Welle, dies tun erst zwei zusätzliche Klemmschrauben, die das Zentralstück auf der Welle klemmen.
Das alles sind bis auf die spröden Kugelköpfe eigentlich nur Kleinigkeiten.
Die Montage des Kopfes verlief ansonsten völlig problemlos und ohne die sonst oft nötige Spielerei mit Distanzscheiben---zumindest hier scheinen die Maße der Einzelteile gut aufeinander abgestimmt.
Ergebnis ist ein absolut leichtgängiger und doch spielfreier Kopf!
Übrigens haben die Blattgriffe an der Oberseite schöne Fassungen für die Blattschrauben und an der Unterseite eben solche mit Verdrehsicherung für die Stoppmuttern. Somit braucht man beim Montieren der Rotorblätter nicht mit Werkzeug gegen halten.
Der Taumelscheibenmitnehmer ist formschön und gut verarbeitet.
Eine Schraube hält den einen Arm, die andere klemmt zusätzlich die Einheit auf der Rotorwelle.
Soweit die Beschreibung des Rotorkopfes.
Demnächst wird der Kopf montiert und mit einem Microbeast betrieben.
Danach baue ich die Mechanik in den Airwolf ein.
Zu gegebenener Zeit berichte ich über die weiteren Erfahrungen.
Grüße, Jürgen Freisewinkel
Grüße, Jürgen Freisewinkel
