
Stromverteiler selbst gebaut
Heute möchte ich mal eine preiswerte Variante der Servostromverteilung vorstellen.
Normalerweise verwendet man ja V-Kabel, um z.B. mehrere Fahrwerkservos über einen Empfängerkanal anzusteuern.
Diese sind nicht ganz billig und oft auch zu lang.
Im Elektronikzubehör gibt es Stiftleisten in verschiedenen Rastermaßen, passend für unsere Zwecke sind solche mit einem Rastermaß von 2,54mm.
Die hier verwendete Leiste heisst Stiftleiste, 2-reihig, gewinkelt und ist z.B. bei ELV erhältlich.
Es gibt sie in verschiedenen Längen, man schneidet für Servos dann jeweils ein Dreier-Stück ab.
Dazu kauft man noch eine Universalplatine im gleichen Rastermaß, diese gibt es mit Leiterbahnstreifen oder Leiterpunkten. Ich habe eine mit Leiterpunkten verwendet, die benötigten Leiterbahnen werden hier mit Lötzinn zwischen den erforderlichen Punkten hergestellt.
Anwendungsmöglichkeiten gibt es viele, neben dem Ersatz für V-Kabel auch in Verbindung mit passenden Buchsenleisten für die Beleuchtung des Modells oder als grössere Einheit zur kompletten Stromversorgung für Servos, bei der dann lediglich die Impulsleitung durch den Empfänger geht und die Servoströme über den Verteiler geführt werden.
Für meinen Verteiler habe ich abgewinkelte Stiftleisten verwendet, man kann aber auch gerade Leisten verwenden, wodurch der Verteiler noch kompakter wird.
Zuerst werden, mit der mittleren Reihe beginnend, alle Punkte verlötet. Im zweiten Zug mit etwas Lötzinn die Punkte zu Reihen verbinden, das wars dann auch schon.
Notfalls mit Feile oder Messer nacharbeiten, falls sich zwei Reihen versehentlich verbunden haben.
Am Besten misst man mit dem Vielfachmeßgerät, ob man einen Schluss gelötet hat.
Ich habe den Verteiler für das Fahrwerk meines Funkey-Airwolf gebaut. Hier müsste ich normalerweise zwei V-Kabel hintereinander schalten.
Zum Anschluss an den Empfänger benutze ich ein Servokabel mit beidseitiger Buchse, es war noch vorhanden.
Man kann natürlich auch ein Buchsenkabel anlöten.
Aufpassen muss man natürlich beim Anstecken der Kabel. Da diese nicht kodiert sind, kann man sie halt auch verkehrt herum stecken.
Abschliessend sollte man den Stecker mit Schrumpfschlauch isolieren, in diesem Fall passte ein 20mm Schlauch perfekt.
Die fertige Verkabelung im noch leeren Airwolf sieht man auf dem letzten Bild. Von links die Kabel der beiden Hauptfahrwerkservos, rechts unten das Bugfahrwerkservo, darüber der blaue Stecker geht zum Empfänger.
Bis bald,
Gruss Jürgen