Mittwoch, 12. Mai 2010

Piper L4 Grashopper

Sachstandsbericht nach Crash Nr.2 und kleiner Flugbericht:

Im letzten Bericht hatte ich über die Fertigstellung des Rumpfes berichtet. Die beschädigten Stellen sind jetzt alle bespannt und lackiert. Das Einzige was noch fehlt, ist die Motorattrappe. Der Motorspant und die Aufhängung des Motors wurden nochmal genauer untersucht, ob sich nicht doch noch ein Bruch oder Riss breitgemacht hat. Auch ein Testlauf des Motors mit Propeller und fast Vollgas wurde durchgeführt. Gibt aber nix zu beanstanden, im mittleren Drehzalbereich ein paar Resonanzen, sonst nix.

Jetzt gehts an die Fläche.

Erstmal wurde vorsichtig die Bruchstelle am Querruder-Ausschnitt oben und unten mit dem Lötkolben von der Folie befreit. Da kam dann der Bruch des Querruderhilfsholmes zum Vorschein. Erstmal wurde der Bruch von unten mit Hilfe einer kräftigen Holzleiste und Klammern "geschient". Dabei aber nicht vergessen Haushaltsfolie dazwischen zu legen, um ein Verkleben der Schiene mit der Fläche vorzubeugen. Von innen habe ich dann dünnen Seku auf die Bruchstelle geträufelt. Die oberen und unteren Balsastreifen habe ich dann gerichtet und auch mit dünnen Seku beträufelt. Anschließend etwas glattgeschliffen. So war jetzt wieder eine gute Festigkeit entstanden. Zur Sicherheit habe ich dann mit dickflüssigem Seku und ein paar Rovings die Bruchstelle versteift. Anschließend habe ich ein kleines Stück Oratex aufgebügelt. Die Folienrisse an der Flächenvorderseite konnten, da keine Brüche untendrunter waren, einfach mit je einem Streifen Oratex zugebügelt werden.

Zum Schluss wurde ein anderer Empfänger eingesetzt, alles wieder angeschlossen und neu programmiert. Der obligatorische Reichweitentest durchgeführt. Als alles für i.O. befunden war, könnte es eigentlich wieder ein Probeflug geben, aber Wetter muss auch mitspielen.

Am Samstag Nachmittag war es dann so weit, G.I. Joe konnte wieder einsteigen. Mit zittrigen Knie wurde dann gestartet. Was macht der Vogel? Er fliegt wieder, jipieee! Ein wenig Höhenruder und Queruder-rechts nachtrimmen und schon gings Runde um Runde auf Erkundungsflug.

Zu Hause dann noch mal die Trimmwerte korrigiert, ein wenig Blei aus der Nase genommen und den Schwerpunkt nochmal um ein paar Millimeter nach hinten verlegt. Sowie den Motorsturz verringert, weil sie ab annähernd Vollgas nach unten zog.

piper l4 rc-blog piper l4 rc-blog
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Am Sonntag war ich dann nach den Modifikationen mit der Piper nochmals in der Luft. Flugverhalten eigentlich gut, allerdings um die Längsachse etwas wackelig. Ich habs erstmal auf Luftströmungen geschoben, aber zu Hause bei der "Nachflugkontrolle" musste ich feststellen, dass das linke Querruderservo mehr oder weniger ausgestiegen war. Es war nur noch am Quietschen, es fuhr zwar in die vorgegebene Position aber nicht mehr in die Nullage. Gut, das noch eins in der Kiste lag. Also Querruder-Servo gewechselt und wieder auf besseres Wetter warten.

Diese kleine Diva kostet ganz schön Nerven, aber dafür hat sie ein schönes Flugbild. Durch die Resonanzen, die der Holzrumpf erzeugt klingt sie auch nicht ganz so "elektrisch"

Bis demnächst, Jochen

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