Sonntag, 16.05.2010
Nachdem ich heute aufgrund Sche....wetter, nichts anderes machen konnte, habe ich erstmal vier Stunden meine Werkstatt aufgeräumt. Kleinere Reparaturen und Blessuren an den anderen Modellen beseitigt. Aufbewahrungsmöglichkeiten geschaffen, damit das Zeugs nicht immer zwischen den Füssen rumsteht. 
Hier seht ihr die kleineren Modelle, die passen so einfach ins Regal. Die Segler und deren Flächen liegen im Kellerflur. Als ich hier mit fertig war habe ich mir wieder mal meine Trojan vornehmen müssen. Beim letzten Fliegen war sie mir beim zweiten Start wieder runtergekommen. Erst hatte ich gedacht, ich hätte den Start vollkommen verpatzt. Aber dem war wohl nicht so. Die Trojan hatte beim ersten Flug an diesem Tag einen 9 x 4,5 APC-Prop bekommen, damit funktionierte sie auch wunderbar, da der jetzige Motor ja fast 250U/V mehr dreht als der Originale. Wie schon berichtet, geht sie mit dem 9 x 6 auch ausgesprochen gut, aber ich wollte den kleineren Prop testen. Beim ersten Flug an diesem Tag, hörte ich bei Vollgas-Passagen zur Rolle oder Looping, böse Resonanzen. Ich habe mir weiter nix dabei gedacht. Weil man ja die Trojan, um an Motor und Träger zu kommen, halbwegs zerlegen muss, hab ich mir das geschenkt. Nur mal so drüber geschaut, dabei wohl den gerissenen Motorträger nicht bemerkt. Also wieder Gas rein und ab in die Luft. Denkste! Nach noch nicht mal 10m war Schluß mit lustig, schlagartig, ohne Einwirkung von mir drehte sie nach komischen Geräuschen nach rechts weg und knallt ins Rapsfeld.
Zu Hause nach erster Begutachtung, Mototräger und -haube kaputt, hinter Flächenarretierung abgebrochen. Der Rest lässt sich mit Seku, Farbe und ein wenig Molto-Leichtspachtel wieder hinbiegen. Alles in allem, wieder mal Schwein gehabt. Fotos konnte ich keine machen, hatte noch nicht mal das Handy dabei...Mittlerweile ist sie wieder soweit fertig, muss nur noch auf die neue Haube warten, mein freundlicher MoBaLa erwartet für kommenden Donnerstag Lieferung. Schaden insgesamt, ca. 20€
Die verwaiste GWS109 habe ich mir dann auch nochmal vorgenommen und habe ihr wieder einen Empfänger verpasst. Allerdings in 40Mhz i.V.m. der MC12. Hier musste ich dann Programmierklimmzüge machen, hinsichtlich der eingebauten "Landeklappen". Aber jetzt nach der Aktivierung von einem festen Mischer und einem freien Mischer fahren die Landeklappen bei Gas-Wegnahme, ab einem einstellbaren Punkt einfach mit aus. 
Jetzt hatte ich mir erstmal einen Kaffe verdient und habe dabei überlegt, wie geht´s jetzt weiter. Neuanschaffungen von Modell oder Zubehör, Motoren usw. mangels wenig bis gar nicht gefüllter Modellbaukasse gibt nur Ärger. Also, mal im Fundus gewühlt, was machbar ist ohne gleich wieder in den MoBaLa zu rennen.
Darufhin habe ich mir nur mal so die Unterlagen des E-Spatz und der Ju288 rangenommen. Für den Spatz fehlt mir 3mm Balsa. Allerdings habe ich erstmal einen Streifen 3mm Pappelsperrholz für die paar Spanten abgesägt. Das gleich habe ich für die 288 gemacht. Und dann gings weiter, wenn man schon mal so dran ist. Siehe da, ruckzuck waren die vier Hauptspanten des Rumpfes vorbereitet.
Auch hier wird es wieder einen Komplettbericht geben, aber ich bitte um etwas Geduld....
Bis demnächst, Grüsse Jochen
Bf108 Taifun -- Restaurationstagebuch 5. Eintrag
Nach längerer Pause soll es hier auch mal wieder weitergehen. In der Zwischenzeit habe ich doch wieder mal das Folienbügeleisen rausgeholt und das Seitenruder mit Oratex bespannt.
Vorher hatte ich aber die Dämpfungsfläche in die vorbereitete Aufnahme eingeharzt. Um die Fläche richtig anpressen zu können, habe ich sie kurzerhand mit zwei Blechschrauben angepresst. Als das Harz ausgehärtet war, habe ich die Schrauben rausgedreht und die Löcher auf 5mm aufgebohrt. Darin habe ich dann zwei Stücke Buchenrundstab als Dübel eingeklebt. Das Oberteil der Seitenruderdämpfungsfläche bekam auch zwei 5mm Löcher, wurde dann ebenfalls aufgeharzt und mit einer großen Zwinge aufgepresst.
Anschließend habe ich das Oberteil noch zweimal mit Porenfüler gestrichen und mit 21g Papier und Parkettlack belegt.
Dann ging es weiter an der Fläche. Als erstes hab ich nochmal die Fahrwerke zerlegt, die Aufnahmen für die Federbeine gerichtet und die inneren Auflagen ausgefräst. Anschließend in die Fläche geschraubt und die Position überprüft. Jetzt stimmte es endlich. Aus einer Sperrholzscheibe habe ich mir eine Scheibe geschnitten, die 10mm größer im Durchmesser ist, als die Räder. Diese habe ich dann an die Fahrwerksbeine geschraubt, anstelle eines Rades. So konnte ich mir dann genau jeden "Radkasten" anzeichnen. Mit dem Dremel wurde dann der Auschnitt an der Linie entlang ausgeschliffen. Auf einer Seite habe ich dann mit 1,5mm Balsa angefangen den Auschnitt auszukleiden. So wirds dann demnächst weitergehen.

