Montag, 05. Juli 2010
Hallo, viel neues kann ich in der Sommerzeit nicht berichten. Ich habe aber bei meinen Aufenthalten in diversen Modellbauforen und auf der Suche nach interessanten Web-Sites unter anderem die nachfolgenden Weisheiten gefunden. Sie stammen nicht von mir persönlich, obwohl ich mit der einen oder anderen Weisheit schon Bekanntschaft gemacht habe. Grüsse Jochen
Wissenwerte Dinge für den Modellflieger
Der Sender, ein vom Piloten getragener Kasten mit 2 Freudenstäben (Joysticks) und je nach Wichtigkeit des Benutzers mit mehr oder weniger
vielen Schaltern, Schiebereglern und sonsti-gem Firlefanz ausgestattet. Neuere Anlagen sind mit einem Computer bestückt, welcher genau das Gegenteil von dem macht, was man ihm einprogrammiert hat. Von einigen Piloten wird die Fernsteuerung auch als "Orientalischer Bauchladen" benutzt, wobei der Riemen über dem Hals so eingestellt ist, dass die ganze Last des Geräts gleichmäßig auf den vorstehenden Bierbauch verteilt wird.
Der Empfänger soll die vom Sender kommenden Funksignale in Ruderbefehle für die Servos umwandeln, was er je nach Lust und Laune auch mal macht, meistens jedoch in die falsche Richtung, was zu ganz neuen Flugfiguren für das F3A - Kunstflugprogramm führt.
Der kommt in Form von Empfänger- bzw. Flugakku vor, wobei ersterer immer leer ist, wenn man fliegen will. Beim Flugakku für elektrisch betriebene Modelle ist auf eine möglichst hohe Kapazität zu achten, damit die Autobatterie nach mehreren Ladevorgängen auch sicher leer ist und man die Hilfe der sowieso sinnlos herumstehenden Zuschauer wenigstens für das anschieben des Autos nutzen kann
Der Absturz ist die erste Kunstflugfigur, die von jedem Modellflieger in Perfektion beherrscht wird. Man sieht diese Figur in den verschiedensten
Variationen in der Luft, nur der Aufprall auf den Boden unterscheidet sich im wesentlichen nicht und zieht in der Regel einen mehrstündigen
Aufenthalt in der Werkstatt nach sich.
Das Balsaholz wächst leider nicht in unseren Breitengraden und muss mühsam diversen Modellbaukästen entnommen werden. Legendär ist die
Lebensdauer dieser Holzart, bei Anfängern übertrifft sie selten 2 Minuten nach dem Erstflug, bei fortgeschrittenen Modellfliegern zerlegt es sich spätestens nach einer Flugsaison in einzelne kleine und faserige Splitter, was natürlich den Fachhändler freut, der für Nachschub sorgt.
Der Baum, ein bevorzugter Landeplatz für Modelle, wobei einige Baumarten die Angewohnheit haben, plötzlich aus dem Nichts aufzutauchen, um sich in die Flugbahn eines Modells zu stellen.
Das Hallenfliegen. Eine neuere Disziplin für sog. Weichei-Piloten die es beim geringsten Luftzug schon friert wie einen nackten Schullehrer. Beim Hallenfliegen hat man keine Probleme mit dem Wetter, abgestürzte Flieger sind leicht aufzufinden und Landungen im Basketballkorb ohne
weitreichende Folgen.
Der Hubschrauber oder auch Heli. Ein Fluggerät welches sich bevorzugt im unmittelba-ren Umfeld des Piloten aufhält und daher besonders für leicht sehbehinderte Piloten geeignet ist. Außerdem ermöglicht es die geballte Abgasfahne in vollen Zügen zu genießen, von dem ausgehenden monotonen Geräuschpegel mal ganz abgesehen. Außerdem sagt man den Helis nach, dass sie gar nicht fliegen können, sie wären ja so häßlich, sie würden einfach vom boden abgestoßen.
Die kubanische Acht. Eine Kunstflugfigur für fortgeschrittene Piloten, findet man gelegentlich auch auf Vereinsfeiern wie Vatertag nach der 5. Maß Bier an, wobei sich hier die Flughöhe auf wenige Zentimeter beschränkt.
Die Latte. Die Kurzform für Luftschraube oder Propeller, wobei sich dieser Jargon natürli-cherweise auf die männlichen Piloten beschränkt, welche mit Latten umzugehen wissen, was nicht ausschließt, dass auch die holde Weiblichkeit Interesse an diesem Teil zeigt, jedoch in anderem
Aggregatzustand.
Der Motor kommt in Form von Elektro- und Verbrennungsmotoren in Modellen zum Ein-satz, wobei Elektromotoren die Angewohnheit haben, schon beim anstöpseln des Akkus mal eine Proberunde einzulegen um die Reaktionsgeschwindigkeit des Piloten zu testen. Ganz im Gegensatz dazu verhält sich der Verbrennungsmotor,er möchte erst mal ein bisschen gehätschelt und durchgenudelt werden, um dann unwillig anzuspringen, was irgendwie an das weibliche Geschlecht erinnert……
Die Tragflächen sind besonderes Bauteile an Modellen, die dafür sorgen den Flieger in der Luft zu halten, am Boden jedoch große Nachteile
aufweisen. Tragflächen sind bekannt dafür an jedem Türrahmen hängen zu bleiben, oder beim schließen des Kofferraums vorwitzig herauszustehen, ferner haben einige Exemplare die Eigenheit, im Flug alle Befestigungsgummis oder -schrauben abzuwerfen, um ohne störenden Rumpf fliegen zu können.
Die Werkstattist der Raum, um ungestört durch weibliche Anweisungen wie "tu dies" und "tu das" seinem Hobby zu frönen. Die Ausstattung beschränkt sich im wesentlichen auf ein paar nette Kleinigkeiten im Wert von mehreren 1000,- Euro, wobei das wichtigste Werkzeug immer noch das Augenmaß ist. Durch perfektes Augenmaß schafft man es ohne Mühe, jedes Bauteil exakt 1 mm zu kurz abzuschneiden oder die Bohrlöcher genau an der falschen Stelle zu setzen.
Das Wildschwein oder die gemeine Wildsau ist eine nachtaktive Spezies mit besonderer Vorliebe für frisch gemähte Startbahnen. Wartet
heimtückisch auf die wöchentliche Platzpflege um dann in der Nacht den kompletten Platz ausgiebig umzugraben und in unbenutzbaren Zustand zu
hinterlassen. In Modellfliegerkreisen nur in Form von Wildsaubraten mit Knödeln und Blaukraut wirklich geschätzt.
Der Maulwurf ein allseits bekanntes possierliches Tierchen, welches in seiner geringen Sehkraft nur noch von Wettbewerbsrichtern übertroffen wird und bevorzugt unter Startbahnen lebt. Die fehlende Sehschärfe wird durch ein eingebautes GPS ausgeglichen, was es ihm ermöglicht, extakt die Mitte der Landebahn quer zur Flugrichtung mit seinen Ausguck-Hügeln zu verzieren.
Der Windsack ein Gerät um die vorherrschenden Winde am Platz anzuzeigen, wobei der Name Windsack etwas in die Irre führt, oder hast du schon mal einen Sack mit 2 offenen Enden gesehen.
Das Flugplatzluder, eine Version vom Boxenluder in der Formel 1, zieht durch ihre Er-scheinung die Aufmerksamkeit der Piloten auf sich und ist für manchen Absturz mitverantwortlich. Gerüchte besagen, das sie von den örtlichen Modellbaufachgeschäften gesponsert
Der VereinsKassierer. Eine besondere Gattung des Homo Sapiens mit sehr geringem Wortschatz, er beschränkt sich in der Regel auf den Satz "Mir hoam koa Geld ned" oder auf preußisch "Wir haben kein Geld gleich gar nicht", wobei man bitte die doppelte Verneinung beachte, was soviel
heißt, der Kerl schwimmt im Geld.
Der 1. Vorsitzende ist auch den Humanoiden zuzurechnen, aber im Gegensatz zum Kassierer für das großzügige Ausgeben der letzten Vereinsmittel verantwortlich. Eine weitere Besonderheit besteht darin, ein direkter Nachfahre von Ludwig dem XIV. (Sonnenkönig) zu sein, oder im Klartext, alles dreht sich um ihn.