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Die S.E.5 (Scout Experimental 5) ist eines der wichtigsten Flugzeuge im Ersten Weltkrieg, als sie im März 1917 an die Front kam - jener Zeit, zu der die Deutschen den Luftkampf dominierten. Dennoch erreichte sie nicht den Bekanntheitsgrad der Soptwith Camel.

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Einführung der S.E.5
Zum Jahreswechsel1915/16 vergab das britische Beschaffungssamt zur Entwicklung eines leistungsfähigen Einsitzers an die Royal Aircraft Factory einen Entwicklungsauftrag. Letztendlich entschied sich das Konstruktionsteam für eine konventionelle Lösung in Gestalt eines herkömmlichen Doppeldeckers. Der Prototyp vom Muster SE5 stand am 22. November 1916 zum Erstflug bereit. Ende 1916 ergab ein Vergleichsfliegen mit Mustern wie Spad VII und Nieuport 17 eine deutliche Überlegenheit der SE5, lediglich die Sopwith Camel, die einem Monat nach der SE5 ihren Erstflug absolvierte war der SE5 im Punkt Manövrierleistung überlegen.

Nachdem eine Vielzahl von Verbesserungen in die Konstruktion einflossen, wurde die ersten Exemplare Anfang April 1917 an die 56. Sqdn des Royal Flying Corps ausgeliefert.

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Konstruktion/Bewaffnung der S.E.5
Entworfen wurde das Flugzeug bei der Royal Aircraft Factory in Fanorogh von Henry P. Folland und J. Kenworthy, die das Flugzeug um einen neuen 150 PS (112 kW) leistenden V8-Motor (150 PS Hispano-Suiza) herum entwickelten. Im Juni 1916 enstanden im R.A.F.-Konstruktionsbüro die ersten Entwürfe. Der Pilotenplatz lag hinter den Tragflächen. Hierdurch war die Sicht über die lange Nase etwas eingeschränkt. Während die ersten beiden Prototypen im November 1916 noch abstürzten, war der dritte und überarbeitete Prototyp dann flugtauglich.

Von der originalen S.E.5 wurden nur 77 Stück gebaut, bevor die erweiterte Version S.E.5a entstand. Insgesamt wurden in sechs Fabriken rund 5200 Maschinen des Typs S.E.5 gebaut.

Duch die Einführung eines 200 PS (147 kW) leistenden Motors, die Leistung wurde durch eine erhöhte Kompression erreicht, wurden die anfänglichen Motorprobleme gelöst. Somit wurde die S.E.5 nicht nur ein sehr stabiles Flugzeug, sondern flog auch ca. 45 km/h schneller und war mit ihren nunmehr 222 km/h eines der schnellsten Flugzeuge ihrer Zeit. Im Kurvenkampf einer Sopwith Camel zwar unterlegen, konnte sie aber durch ihre Zuverlässigkeit überzeugen und hatte als Alternative den Möglichkeit eines Rückzuges.

Vorteile:
- komfortabel mit einer guten Rundumsicht
- hohe Leistung und Manövrierfähigkeit bei hohen Geschwindigkeiten
- stabil und schnell, um Geschwindigkeit beim Sturzflug zu bekommen
- nützlich sowohl im Offensiv- als auch Defensivkampf
- stabile Konstruktion
- sehr leistungsstarker Motor

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Bewaffnung:
- ein synchronisiertes 7,7-mm-Vickers-MG (an der linken Seite des Rumpfes montiert)
- ein zusätzliches 7,7-mm-Lewis-MG (über der oberen Tragfläche montiert)

Einsatz

 

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Datenblatt der S.E.5
Baujahr: 1917
Einsatzzweck: Jagdflugzeug
Länge: 6,38 m
Spannweite: 8,11 m
Höhe: 2,89 m
Flügelfläche: 22,67 m²
Leergewicht: 639 kg
Startgewicht: 902 kg
Motor: Wolsesley-Viper-V8, Leistung (147 kW) 200 PS
Höchstgeschwindigkeit: 222 km/h
Gipfelhöhe: 5.185 m
Reichweite: 483 km
Flugzeit: 2 Stunden
Bewaffnung: 1 x 7,7 mm Vickers-MG, 1 x 7,7 mm Lewis-MG
Besatzung: 1 Mann

Tipp: wer die SE 5 selbst steuern will, dem sei der Baubericht zur SE 5a von FreeAir ans Herz gelegt... 

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