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E-Spatz vom VTH-Verlag Teil 3

Weiter geht es mit der Anleitung zum E-Spatz des VTH-Verlags, die Flächen sind dran...

 

 

Hallo, es folgt der 3. Teil zum Bau des E-Spatz vom VTH-Verlag. Diese Anleitung entstammt der Feder von Jochen. Wer erst hier eingestiegen ist, Teil 1 des Bauberichts zum E-Spatz findet sich an dieser Stelle.

Diesmal wird es ein längerer Abschnitt des Bauberichts zum E-Spatz vom VTH Verlag. Die Fläche des Spatz wird gebaut. Auch hier wieder die übliche Baumethode direkt auf dem mit Folie abgedecktem Bauplan vom VTH-Verlag. Zuerst wird als unterer Holm eine Kiefernleiste aufgeheftet. Anschließend werden die Rippen aus dem Brett gelöst und die Fräs-Stege verschliffen. Wer nicht auf einen Fräs-Spezi zurückgreifen kann, muss die im Rippen im Block fertigen. Man sägt zwei Musterrippen aus festem Sperrholz oder Alublech. Anhand dieser Schablonen schneidet man jede Rippe aus einem Balsabrett. Dann spannt man die geschnittenen Rippen, alle, die zu einer Flächenhälfte gehören zwischen die Musterrippen und verschleift diese zu einer einheitlichen Kontur. Hört sich schlimmer an als es ist. Bei so einem kleinen Modell ist diese Vorgehensweise noch praktikabel.


Ich bin aber in der glücklichen Lage, gefräste Rippen zu haben. b_200_150_16777215_00___images_stories_Autorenbeitrag_Jochen_E-Spatz_Baubilder_E-Spatz_027.JPG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei beiden Varianten dürfen aber die Löcher zum Durchziehen der Kabel für die Querruderservos nicht vergessen werden!
Trotzdem musste ich mir zwei kleine Werkzeuge machen, das eine um die Holmausparung in den Rippen nacharbeiten zu können, das andere kommt bei den Aussparungen in der Endleiste zum Einsatz.

 


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Desweiteren weiche ich wieder beim Bau der Fläche des E-Spatz von einigen Vorgaben des Planes vom VTH-Verlag ab. Im Original vom VTH-Verlag hat die Fläche eine V-Form von 12Grad und keine Querruder. Ich baue sie mit 8Grad V-Form und Querrudern. Für die 4Grad Neigung der Wurzelrippe sägt man sich eine entsprechende Sperrholzschablone.

Nun aber los!

Auf den angehefteten Holm werden jetzt die einzelnen Rippen aufgeklebt. Zum Ausrichten verwende ich Legosteine. Die sind schön winklig und lassen sich gut anlegen. Begonnen wird jeweils von außen nach innen, die Wurzelrippe wird geneigt entsprechend der gefertigten Schablone aufgeklebt. Gleich hinterher kommt der obere Holm. Die Rippen werden jetzt mit dünnen Stecknadeln im Bereich der Endleiste auf dem Baubrett fixiert. Die Nasenleiste wird nun angehalten, auch mit ein paar Stecknadeln an den Rippen festgeheftet und anschließend mit dünnem Seku verklebt. Bei der Endleiste verfahren wir anders, hier wird die Endleiste an die Rippen gehalten, die Position der Rippen übertragen und anschließend ein Nut in der Rippenstärke eingeschliffen. Dazu benutzt man die kleine selbstgemachte "Schmirgelfeile".
Nach einer Passprobe und ggf. Nacharbeit, wird die Endleiste auch mit Seku festgeklebt.

 

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Die Fläche bleibt immer noch auf dem Baubrett aufgeheftet, denn jetzt wird der Doppelholm "verkastet", Dazu werden aus 1mm Balsa Stücke geschnitten, die zwischen die Rippen passen. Dabei ist unbedingt drauf zu achten, dass die Maserung des Holzes senkrecht zu den Holmen steht. Die Verkastung sorgt für die Torsionssteifigkeit. Natürlich darf man bei solch einer filigranen Bauweise keine bocksteife Hotliner-Fläche erwarten. Das erste Rippenfeld nach der Wurzelrippe lassen wir noch aus, da diese Position später mit Sperrholz verkastet wird.

Nun kommt ein zusätzlicher Bauabschnitt, denn die Flächenhälften bekommen entgegen des Planes vom VTH-Verlag Querruder. Diese werden in der klassischen  Doppelholm-Stückbauweise aufgebaut. Ist eigentlich ein ganz einfache Sache, nur ein bischen aufpassen muss man. Zuerst schneidet man aus 3mm noch zwei Halbrippen, die von der Holmverkastung bis zu Endleiste reichen und klebt diese jetzt mit 1mm Abstand zur 2. und 5. Rippe ein.
Jetzt setzt man aus 5mm BalsaStücken den/die Doppelholme ein. Bevor dann diese "Holme" dann mit den Rippen bündig verschliffen werden,  sind noch aus 1mm Balsa zwischen den beiden Halbrippen und der 2. und 5. Rippen Abstandsplättchen einzukleben. Dies reichen aber nur bis zum Ende des vorderen Querruderholmes des E-Spatz vom VTH-Verlag.
Nächster, etwas unschöner Arbeitsgang ist das Verschleifen der kompletten Flächenhälfte. Übrigens: Als Tipp hier noch ein dringender Hinweis, wir bauen zwei Flächenhälften, eine linke und eine recht Hälfte. Es soll doch tatsächlich schon Modellbauer gegeben habe, die zwei gleiche Hälften im Eifer des Gefechts gebaut haben.
Mit einer feinen Säge werdern jetzt die Queruderklappen herausgetrennt, in dem die verblieben Stege einfach durchgesägt werden. Danach wird die Ruderklappe und der Auschnitt wiederum sauber verschliffen. Die Ruderklappe wird an der Scharnierseite schräg nach unten geschliffen, sodass genügend Ausschlag nach unten gegeben ist.

 

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Der Plan vom VTH-Verlag sieht einen geraden Randbogen vor, davon bin ich wieder einmal abgewichen. Anders als vom VTH-Verlag vorgesehen, habe ich aus Pappe mir eine Schablone für eine Randbogen-Rippe geschnitten. Aus 2,5mm Balsaresten habe ich 2 Rippen geschnitten und so  waagrecht an die letzte Flügekrippe geklebt, dass das hintere Ende bündig mit der Unterseite der Endleiste einhergeht, das vordere Ende genau in der Spitze der Nasenleiste sitzt. Auf der Oberseite werden noch zwei kleine Balsa-Dreiecke zur Abstützung eingeklebt.

 

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Einbau der Flächensteckung des E-Spatz. Diese wird ganz konventionell aufgebaut. Die Wurzelrippen haben ja zwei Bohrungen, die beim Hauptholm ist für die Steckung, die hintere Bohrung ist für die Verdrehsicherung. Die vordere Bohrung wird auf 4mm gebracht. Hierein werden passend bis zur zweiten Rippe abgelängte 4mm Messingröhrchen eingeschoben. Mit einem passenden 3mm Stahl werden die beiden Hälfte zusammengesteckt. Eine Hälfte wird auf den Bautisch gelegt und die Andere Hälfte wird soweit unterlegt, bis die beiden Wurzelrippen genau aneinander liegen. Mit zwei Klammern werden die Hälfte zusammenfixiert. Jetzt wird die komplette Fläche des E-Spatz auf die Nasenleiste gestellt. Die Steckung ist ja noch beweglich in der Fläche. Mit 5-Minuten-Epoxy werden die Röhrchen jetzt angeheftet, dabei schön ausgerichtet, so dass die Steckung in jeder Hälfte den gleichen Winkel hat. Aus 4mm Balsa werden jetzt vier Keile geschnitten, die neben den Röhrchen mit Epoxi vergossen werden. Dabei aufpassen, dass kein Kleber in das jeweilige Rohr läuft, sowie nichts aus der Wurzelrippe herauskommt. Dann wären nämlich die Flächenhälften des E-Spatz vom VTH-Verlag miteinander verklebt.

 

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Letzter Akt des Flächenbaus wäre die Befestigung auf dem Rumpf. Der Plan des VTH-Verlag sieht die klassische Gummiring-Methode vor, will ich aber nicht. Aus Balsaklötzchen und Sperrholz wird der Bereich des 1. Rippenfeldes ausgefüllt. Dadurch besteht nämlich die Möglichkeit die Fläche des E-Spatz schraubbar zu machen.
Mit 4mm Balsa wird das Rippenfeld wie auf dem Bild gezeigt, ausgefüllt. Vorn wird mit Balsa die Ecke Nasenleiste/Wurzelrippe weiter bis auf 1mm unter der Kante der Nasenleiste aufgefüllt, Vorne und hinten kommt jetzt ein passendes Stück 1mm Sperrholz als Widerlager für die Befestigungsschrauben drauf. Darauf wird wieder mit Balsa aufgefüllt und in der Kontur der Fläche verschliffen.

 

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Die Fläche des E-Spatz vom VTH-Verlag wird jetzt zusammengesteckt und auf den Tisch gelegt und so untergebaut, dass beide Flächenenden den gleichen Abstand zum Tisch haben. Entweder bohren wir jetzt mit dem Dremel die 4 x 3mm Befestigungslöcher oder wer im Besitz einer Ständerbohrmaschine ist baut die Fläche auf dem Maschinentisch auf und bohrt. Nach dem Bohren werden die Löcher mit dünnflüssigem Seku gehärtet.

 

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Weiter mit der Anleitung zum Bau des E-Spatz vom VTH-Verlag. Im Rumpf im Bereich der der Flächenauflage werden jetzt 2 Sperrholzstücke angeheftet. Dieses sollte aber mind. 5mm dick sein und hochwertiges, mehrschichtiges Buchensperrholz sein, mindestens aber Flugzeugsperrholz. Die zusammengesteckte Fläche wird aufgelegt und genau ausgerichtet. Jetzt mit einer dünnen Spitze durch die Löcher die Positionen der Flächenbefestigung im Rumpf anzeichen. Diese ganze Prozedur gelingt am besten mit noch einem paar helfender Hände.
Die Rumpfbefestigung wird nun mit 2,5mmgebohrt, anschließend wird mit dem M3 Gewindebohrer in alle 4 Löcher ein Gewinde ins Holz geschnitten. Danach erfolgt eine kurze Passprobe. Die Fläche wird aufgeschraubt und der Sitz überprüft. Sitzt die Fläche korrekt auf dem Rumpf, wird sie wieder abgemacht, die Plättchen werden noch mit einer Balsadreikantleiste abgestützt. Das Gewinde wird mit dünnen Seku gehärtet und nochmal nachgeschnitten.

 

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Diese Hürde beim Bau des E-Spatz vom VTH-Verlag hätten wir nun genommen, aber die nächste folgt sogleich. Der Platz für die Querruderservos muss noch geschaffen werden. In das vierte Rippenfeld von außen kleben wir eine Platte aus 2,5mm Balsa hart. Das war noch da, dünner und weicher sollte es nicht sein. Die Platte wird so eingeklebt, dass das Servo nicht über die Flächenunterseite übersteht. Aus gleicher Platte werden noch Leisten  4x2,5mm geschnitten und ein  Rahmen bündig mit den Rippen eingeklebt. Wozu dieser Rahmen, das zeigen euch Bilder von der bebügelten Fläche. Das Servo, ein 6g Typ reicht vollkommen, wird später mit Schrumpfschlauch eingeschrumpft und mit Sekundenkleber eingeklebt. Vorerst werden aber noch die Servokabel eingezogen.

 

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Damit wäre der Rohbau der Fläche des E-Spatz vom VTH-Verlag erst einmal abgeschlossen. Das nächste wäre dann die Bügelorgie!

Bis dahin Grüße Jochen




 

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